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STOCKHOLM – Schweden kündigt das unmittelbare Bevorstehen eines erneuten Gesuchs Ecuador gegenüber an, den australischen Journalisten und Informatiker Julian Assange zu befragen. Quito hatte eine frühere Petition wegen formaler Fehler im Dokument zurückgewiesen.

Laut einer Erklärung der Staatsanwaltschaft bereitet man einen überarbeiteten Text zu einer Interview-Anfrage den Wikileaks-Gründer betreffend vor, der sich seit mehr als drei Jahren als Asylant in der ecuadorianischen Botschaft in London aufhält, wie PL informierte.

Vor einigen Wochen hatte der Außenminister Ecuadors Ricardo Patiño erklärt, man habe die frühere Petition zurückgewiesen, weil das Dokument Streichungen enthalten habe, was als Respektlosigkeit angesehen worden sei.

Die Ankündigung von gestern bestätigt die Haltung Stockholms, nicht das Gutachten der Vereinten Nationen von vergangener Woche zu akzeptieren, in dem die aktuelle Situation Assanges als willkürliche Haft bezeichnet wird.

Nach Urteil des Arbeitskreises der UNO über Willkürliche Festnahmen erfüllen die verschiedenen Arten des Freiheitsentzugs, denen Assange ausgesetzt ist, den Tatbestand willkürlicher Haft.

Das Gremium fordert Respekt vor der physischen Unversehrtheit und der Bewegungsfreiheit des Journalisten ein und verteidigt außerdem sein Recht auf Entschädigung für das Erlittene, inklusive der Schädigung seiner Gesundheit und der Unmöglichkeit, sich in einem Hospital behandeln zu lassen.

Der Australier befindet sich in der Botschaft im Asyl, um seiner Auslieferung nach Schweden zu entgehen, wo er angeblicher sexueller Vergehen beschuldigt wird, die er leugnet und als List bezeichnet, um ihn später an die USA ausliefern zu können. (PL)