OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

PARIS – Die französische Regierung betrachtet Kuba als ein Schlüsselelement in Lateinamerika und der Karibik, einer Region, in der Frankreich verstärkt Präsenz zeigen möchte.

Kuba stellt ein bedeutendes Element bei den Beziehungen zwischen Frankreich und Lateinamerika und der Karibik dar, eine der wichtigen Region dieser Welt, erklärte Jean-Pierre Brel, der Sondergesandte des französischen Präsidenten für diese Region, gegenüber Prensa Latina.

Bezüglich der Beziehungen zwischen Kuba und seinem Land betonte Bel, „wir befinden uns in einer anderen Periode unserer Geschichte und unserer bilateralen Beziehungen“.

Dabei kam er auf den bevorstehenden Besuch des kubanischen Präsidenten Raúl Castro in Frankreich und den Besuch von Fran­çois Hollande im Mai 2015 in Havanna zu sprechen.

Die europäischen Länder und vor allem Frankreich können jetzt, nachdem die Verhandlungen des Pariser Klubs über die kubanischen Schulden erfolgreich abgeschlossen wurden, auf eine andere Art, ohne Beschränkungen, zusammenarbeiten. Die französischen Unternehmen können jetzt mit Finanzierung in bedeutenden Projekten mit Kuba arbeiten, sagte er im Hinblick auf das Treffen beider Länder über Kooperation.

Seiner Meinung nach habe Frankreich Lateinamerika und die Karibik mit Ausnahme einer mehrwöchigen Rundreise, die General Charles de Gaulle 1964 durchgeführt hat, von weitem betrachtet.

Frankreich habe in den letzten Jahrzehnten eine gewisse Distanz gehalten, weil das Zentrum seines Interesses mehr in Afrika gelegen habe und natürlich im Rahmen des Aufbaus von Europa.

Frankreich möchte sein Engagement nicht nur auf den Handel beschränken. „Wir brauchen Lateinamerika und unser Ziel ist ein Austausch in allen Bereichen“, sagte er.