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QUITO, Ecuador - Außenminister Ricardo Patiño kündigte am Montag an, dass der Gipfel der Gemeinschaft der lateinamerikanischen und karibischen Staaten (CELAC), der morgen in Ecuador stattfindet, sich mit dem Friedensprozess in Kolumbien und der Wahlsituation in Haiti befassen wird.
Der Leiter der ecuadorianischen Diplomatie gab bekannt, dass die kolumbianische Regierung beantragte, während des Regionaltreffens die Fortschritte bei den im Jahr 2012 eingeleiteten Verhandlungen mit der Guerilla zu behandeln.

 „Uns wurde angetragen, zu behandeln, wie der Friedensprozess voranschreitet und wie die CELAC als Beobachter des Prozesses der Waffenübergabe, der in diesem Jahr erreicht werden soll, dazu beitragen kann“.
Patiño fügte hinzu, dass auch die haitianische Regierung daran interessiert ist, auf dem Treffen der höchsten Vertreter der 33 Mitgliedsländer des Integrationsblock die Situation besprechen solle, die der Karibikstaat durchlebt, nachdem die für den Sonntag angesetzte zweite Wahlrunde suspendiert wurde.
Wie der ecuadorianische Außenminister ausführte, will die haitianische Regierung, dass die CELAC eine Erklärung zur Unterstützung der Demokratie in jenem Land verabschiedet, berichtete Prensa Latina.

 Der ecuadorianische Außenminister wies erneut darauf hin, dass Themen allgemeinen Interesses wie der Kampf gegen extreme Armut und Ungleichheit und die aktuelle Weltwirtschaftslage die CELAC mehr beunruhigen.
Diesbezüglich hob die Botschafterin Venezuelas in Ecuador, Carol Delgado, hervor, dass die CELAC es den Völkern überlässt, die Entwicklung ausgehend von ihren eigenen Mitteln, Fähigkeiten und Potenzialen zu gestalten.
Für die Diplomatin ist diese Eigenschaft entscheidend, weil die Länder Lateinamerikas und der Karibik immer als Anhängsel oder Kolonien anderer gesehen worden sind.
Das vierte Gipfeltreffen des im Jahr 2010 gegründeten Blocks wird am 27. Januar im Sitz der Union Südamerikanischer Nationen, in der so genannten Stadt der Weltmitte, etwa 15 Kilometer nördlich von Quito stattfinden.

Während des Treffens wird Präsident Rafael Correa die pro tempore Präsidentschaft der CELAC an seinen Dominikanischen Amtskollegen Danilo Medina übergeben.