Die Gruppierung “Projekt Tatú” stellte gestern klar, dass eine in verschiedenen Medien kursierende Meldung, der zufolge den in Kuba graduierten argentinischen Medizinern der Doktortitel aberkannt werden soll, falsch sei.
Vor dieser verwirrenden Meldung präzisierte “Projekt Tatú“, eine Gruppe junger Ärzte, die Absolventen der Lateinamerikanischen Medizinschule (ELAM) sind, dass es nach geltenden Regeln überhaupt keine legale Handhabe zur Aberkennung einmal erteilter Titel gebe.
Nach dem Wiener Vertrag gebe es eine Übereinkunft, dass im Falle einer Beschwerde der Titel auf jeden Fall noch zwei Jahre, gerechnet vom Datum der Beschwerdeeingabe an, Gültigkeit habe, erläuterte „Projekt Tatú“, dessen Mitglieder unter dem Motto „Für ein würdiges Dasein für alle“ medizinische Versorgung in armen Gebieten der Provinz Buenos Aires leisten.
Die Gruppe wies außerdem darauf hin, dass „die Befugnis, Titel anzuerkennen dem Bildungsministerium zukomme und nicht dem Gesundheitsministerium bzw. seinem Minister“.
Der Leiter dieses Sozialprojektes Gino Straforini bekundete vor Prensa Latina: „Wir sind Kuba unendlich dankbar, seinem Volk und Fidel Castro, denn ohne diese enorme Solidarität hätten wir niemals Ärzte werden können
“Wir fühlen uns sehr stolz und geehrt, in Kuba ausgebildet worden zu sein“, fügte er hinzu.
In einem von der Gruppe verbreiteten Kommuniqué heißt es: „Wir bedauern außerordentlich, dass viele befreundete Medien diese angebliche Information in die Welt gesetzt und damit so viel Unsicherheit gesät haben.“
Der Sprecher des Gesundheitsministeriums Patricio Ancarola bestritt, dass Dr. Lemus, der für dieses Ressort zuständige Minister, je diese Entscheidung getroffen habe.
Die ELAM hat in den letzten 17 Jahren zig Tausende von jungen Medizinern aus über 60 Ländern ausgebildet, inklusive Nationen der Ersten Welt wie den USA.
In dieser Zeit gab es auch mehr als 600 argentinische ELAM-Absolventen. (PL)




