OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

GUATEMALA- Guatemala, Belice, El Salvador, Hon­du­ras, Costa Rica, Panama und Mexiko kamen am Montag überein, eine Pilotübung für den Transfer von Personen als mögliche Lösung des Problems der auf dem Gebiet Costa Ricas festsitzenden kubanischen Migranten vorzunehmen.

Der Transfer der ersten Gruppe von Kubanern wird in der ersten Januarwoche durchgeführt, wie es aus dem Abschlusskommuniqué des zweiten technischen Treffens der Mitgliedsländer der Systems der Zentralamerikanischen Integration (SICA) hervorgeht, das im Außenministerium Guatemalas stattfand.

Gemäß der Pressemitteilung soll für die Ausführung des Versuchs eine Arbeitsgruppe gebildet werden, die den Auftrag habe, alles dafür Notwendige zu koordinieren.

Die Teilnehmer des Treffens, ein Folgetreffen der Zusammenkunft, die am 22. Dezember aus dem gleichen Anlass in Mexiko stattgefunden hatte, betonten, dass dies eine Aktion sei, um eine sich aus den Umständen ergebende Situation zu lösen.

Es wurde auch bekannt, dass man eine Regionale Migrationskonferenz einberufen werde, um dieses Thema in seiner Gänze zu besprechen.

Die vertretenen Länder „bekräftigten ihre Verpflichtung gegen die Netze des Menschenhandels zu kämpfen und versicherten, dass man ohne Verzögerung das Gesetz anwende, das diese unrechtmäßige Handlung bestraft, die bedauerlicherweise Länder der Region dazu verpflichtet, die Personen, diejenigen, die auf nicht genehmigtem Wege in ihr Gebiet eindringen, in das Ursprungsland zurückzuschicken.

Dies geschieht mit dem Ziel, der irregulären Migration vorzubeugen, entschlossen den Menschenhandel zu bekämpfen und besonders, um die Migranten zu schützen und für die Respektierung ihrer fundamentalen Rechte zu sorgen“, heißt es in der Note weiter.

Der Außenminister Guatemalas versicherte, er sei mit dem Vereinbarten zufrieden. „Das technische Treffen in Guatemala hat zu positiven Ergebnissen geführt. Verschiedene Länder haben um Zurückhaltung und Diskretion über die Einzelheiten der Vereinbarung gebeten und dies müssen wir respektieren, da einige der technischen Aspekte von den politischen Insitutionen bestätigt werden müssen“, sagte er.

Der Außenminister Costa Ricas betonte, dass die vereinbarte Lösung „absolut einmalig“ sei und nur die Kubaner betreffe, die sich mit ihren Visa auf dem Gebiet Costa Ricas befänden.

Er bedankte sich für den Beitrag Guatemalas und den der anderen Teilnehmer bei der Lösung des Problems, das sich durch die Anhäufung der kubanischen Migranten ergeben habe.

In Havanna sagte Außenminister Bruno Rodríguez in der Nationalversammlung, dass Kuba eine angemessene Lösung für die Tausenden von kubanischen Migranten in Costa Rica erbitte, die das Wohl dieser Bürger berücksichtige und so schnell wie möglich vonstatten gehe.

Er führte aus, dass Kuba an dem Treffen in Guatemala nicht anwesend sei, weil es dort nur um die Länder gehe, die gemeinsame Formeln für eine Lösung finden müssten.

„Die Politisierung der Migrationspolitik der Vereinigten Staaten gegenüber Kuba muss sich ändern, der Anreiz zu einer illegalen, unsicheren und ungeordneten Emigration muss aufhören“, sagte er.

Seit dem 14. November 2015 befinden sich etwas mehr als 7000 Kubaner in Costa Rica, die von dort in die Vereinigten Staaten reisen wollen und 900 warten auf ein Einreisevisum nach Costa Rica.

Die Vereinigten Staaten halten Gesetze und eine selektive Politik bei, die die irreguläre Migration fördern, den mit Kuba abgeschlossenen Vereinbarungen widersprechen, das Leben von Tausenden von Personen gefährden und einige Länder der Region vor Probleme stellen.