OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

Es sind die Gleichen, die jahrzehntelang weggeguckt haben, als die aufeinanderfolgenden US-Regierungen versucht haben die Revolution durch Hunger und Verzweiflung in die Knie zu zwingen. Die, die am 17. Dezember vergangenen Jahres sich der Erkenntnis widersetzten, dass diese Politik gescheitert und es nun an der Zeit sei, etwas Neues zu versuchen, scheinen plötzlich ihre „humanitären Werte“ wieder entdeckt zu haben.

Die schwierige Lage in der sich einige Tausend kubanischer Bürger in Zentralamerika befinden, hat ihre Ursache in der selektiven Migrationspolitik, die die Vereinigten Staaten Kuba gegenüber beibehalten. Sie ist ein Magnet für solche, die unter dem Mäntelchen einer vermeintlichen „Solidarität“ aus dem Leid anderer Kapital zu schlagen versuchen.

Das ist der Fall bei der Kubanisch-Amerikanischen Nationalstiftung (FNCA), die einige Jahre lang im Schatten ihre Ränke gesponnen hat und sich immer weiter von der Gemeinde entfernt hat, die in ihrer Mehrheit die Wiederaufnahme der Beziehungen zwischen Havanna und Washington gutheißt.

Diese Organisation hat terroristische Anschläge gegen Kuba finanziert und sie gehörte zu denen, die maßgeblichen Anteil an dem aggressiven Vorgehen des Weißen Hauses gegen Kuba hatte, wozu auch die Politik der „trockene Füße- nasse Füße“ 1995 und das Helms Burton Gesetz gehört, das 1996 das ganze Gerüst für die Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade in einem Gesetz zusammengefasst hat, die seit Beginn der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts Kuba auferlegt worden war und immer noch in Kraft ist.

So ist die FNCA weniger von der Sorge um die Kubaner angetrieben, die sich in Costa Rica befinden, sondern vielmehr von der Möglichkeit beseelt, die Situation zu nutzen, um einen Schlag zu landen, der sie aus dem Zustand des Herzstillstands herausholt, in dem sie sich seit einigen Jahren befindet.

Auch einige Bewohner der Insel, die von dem Geschäft leben ihr Land zu verraten, sind nach Costa Rica gekommen, um im Trüben zu fischen.

Im Unterschied zu denjenigen, die sich schon mehr als zwei Wochen in Costa Rica aufhalten, können sie durch eine schnelle und angemessene Lösung des Falles nur verlieren, denn ihre Rendite hängt von der Fortdauer des Konflikts ab.Um Provokationen vom Zaun zu brechen haben sie sich deswegen den radikaleren Gruppen angeschlossen.

Selbst die Musik, eine der ältesten künstlerischen Ausdrucksweisen des Menschen, ist in die Falle der politischen Manipulation gegten Kuba getappt.

Auch an der Grenzzone Peñas Blancas ist das antikubanische Fernsehen aus Miami aufmarschiert, um eine Welle von Gefühlsduselei und Sentimentalität hervorzurufen.

Einer der Starmoderatoren von Univisión, der aus Kuba stammte, verbreitete öffentlich die dreiste Lüge, über die angebliche Ankunft eines Schiffes, das alle, die in Costa Rica blieben, abholen würde. Er wurde deshalb von den Behörden Costa Ricas gerügt, wie die lokale Presse gemeldet hat. Bis heute hat man aber noch keine Entschuldigung aus seinem Munde gehört.

Auch die Vereinigung der in Ecuador ansääsigen Kubaner, die ein Kommuniqué der Solidarität mit ihren Landleuten herausgegeben hat, sah sich Angriffen und Drohungen einer Rechten ausgesetzt, der langsam die Argumente ausgehen.

Die Solidarität ist etwas, das die Kubaner auszeichnet, wo immer sie sich befinden, aber wenn derart erbärmliche Interessen dahinter verborgen sind, ist diese äußerst zweifelhaft.