OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

Als Teil der Maßnahmen, die die Länder der Region ergreifen, um den ungeordneten Migrationsfluss zu stoppen, hat die Regierung Ecuadors beschlossen, ab dem 1. Dezember eine Visumpflicht für Tourismus und Transit der Bürger der Republik Kuba einzuführen.

Der stellvertretende Außenminister Ecuadors Xavier Lazo übermittelte in einer Pressekonferenz einige Betrachtungen zu diesem Thema, auf die wir hier etwas genauer eingehen:

Es handelt sich um eine außerordentliche Maßnahme zum Schutz der kubanischen Staatsbürger, um ihre Rechte zu wahren und zu verhindern, dass sie in die Hände der Mafia fallen.

Ziel ist, den Migrationsfluss zu unterbinden, der sich an der Grenze zwischen Costa Rica und Nicaragua angestaut hat.

Es wurde betont, dass Ecuador weder den Kubanern noch Kuba die Tür verschließe, dass es für Kuba weder Türen noch Wände in Ecuador gebe.

Es wurde gleichermaßen hervorgehoben, dass das Problem durch den Cuban Adjustment Act, die „trockene Füße-nasse Füße“ Politik und das Parole Programm für die kubanischen Ärzte entstehe.

Dass es nicht das Problem Ecuadors sei, sondern dass das Problem in der Politik der Vereinigten Staaten liege.

Dass man auch nach einer Möglichkeit suche, sich mit den Vereinigten Staaten zu diesem Problem zusammenzusetzen, um zu sehen, ob die USA dafür empfänglich sind.

Es wurde die Haltung Costa Ricas gelobt und man bedauerte, dass zwischen Costa Rica und Nicaragua dadurch ein Problem entstanden ist.

Außerdem sagte der stellvertretende Außenminister, dass man die Länder dazu aufgreufen habe, humanitäre Visa auszustellen und die in Costa Rica gestrandeten Kubaner aufzunehmen, damit sie nicht in die Hände der Mafia fielen.