OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

MEXIKO – Die Welt insgesamt erlebt eine rezessive Entwicklung, die die wirtschaftlichen Schwächen Lateinamerikas noch verschärft, heißt es in einem Bericht der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (Cepal), der gestern in Mexiko vorgestellt wurde.

Es handelt sich um die Übersicht über die Internationale Eingliederung Lateinamerikas und der Karibik 2015, die Alicia Bárcena, die Exekutivsekretärin der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (Cepal) bekanntgab, in der die Länder mit Überschuss und mit Defizit gedrängt werden, einen Pakt der Gegenseitigkeit abzuschließen, um so die Wirtschaft zu fördern.

Sie betonte, dass der Welthandel sich wegen des langsamen Wachstums und der herrschenden Unsicherheit an einem Scheideweg befinde.

In diesem Zusammenhang stellte sie fest, dass sowohl der Außenhandel Lateinamerikas als auch die Exporte den größten Niedergang seit vier Jahren erlebten.

In diesem Zusammenhang zeigte Cepal auf, dass der Wert der regionalen Exporte im Jahr 2015 einen Preisverfall von 14% und 15% aufwiesen. So fiel z.B. der Preis des Erdöls um 41%.

Die Importe sanken um zehn Prozentpunkte.

Die Region sei weiterhin sehr abhängig von äußeren Umfeld und die Zahlungsbilanz schwebe wie ein Damoklesschwert über ihr, betonte sie.

Alicia Bárcena fügte hinzu, dass die Entschleunigung des internationalen Handels strukturell und nicht wie zuvor konjunkturell bedingt sei.

Sie hob hervor, dass die Verhandlungen in der Welthandelsorganisation stagnieren würden, solange ein strukturelles Ungleichgewicht zwischen dem Finanzmarkt und der globalen Wirtschaft bestehe.

Es gebe ein Übermaß an Liquidität und ein Mangel an Gesamtnachfrage. Es werde ein Überangebot erzeugt und es gebe niemanden, der es kaufe, warnte sie.

Sie betonte, dass sich global gesehen die Möglichkeiten für die Handhabbung der monetären Politik reduziert hätten, da die weltweite Verschuldung noch nie zuvor so angewachsen sei.

Bárcena prophezeite, dass China, das dabei sei sein Modell zu verändern, nicht der Motor sein werde, die Weltwirtschaft aus der Stagnation zu führen.

Dies würde auch nicht durch TTP erreicht, da es sich dabei um einen nicht universellen Vertrag handele, der China ausschließe und zum Ziel habe, dem asiatischen Riesen Einhalt zu gebieten.

Sie erklärte, dass es für Länder wie Mexiko und Chile, die sehr eng an die Vereinigten Staaten angebunden seien, unerlässlich sei, im TTP vertreten zu sein, auch wenn der Beitritt für viele andere Ökonomien schädlich sein könnte. Man müsse sehen, wie die Parlamente dieser Länder darauf reagieren.

Mexiko, so fügte sie hinzu, sei das Land Lateinamerikas mit dem höchsten Defizit beim Handel mit China. (PL)