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SANTIAGO DE CHILE – Fernando González Llort, einer der fünf Helden, würdigte am gestrigen Sonntag Salvador Allende sowie die Verschwundenen und die durch die Polizei Hingerichteten, außerdem die im Kampf gegen die Diktatur gefallenen Chilenen.

Bei einem Besuch auf dem Friedhof von Recoleta in Santiago de Chile legte er ein Blumengebinde im Mausoleum Allendes nieder.

„Ich war zehn Jahre alt, als es am 11. September 1973 zum Militärputsch in Chile kam, der der Hoffnung und dem Leben vieler Chilenen ein Ende setzte. In meinem Kopf gibt es noch lebhafte Bilder vom Bombardement des Regierungspalastes La Moneda und des Todes von Allende“, erklärte er.

González Llort bezeichnete es als eine Ehre, im Namen der Fünf an den Präsidenten der Unidad Popular Regierung zu erinnern, der ein großer Freund Kubas und des Revolutionsführers Fidel Castro war.

„Es berührt mich emotional sehr stark, hier vor den sterblichen Überresten des Mannes zu stehen, der Fidel so herzlich umarmte und es ihm ermöglichte, seinerseits eine ausgedehnte Reise in dieses Land zu unternehmen, für das er sich so interessierte“, fügte er hinzu.

Begleitet vom Bürgermeister des Stadtbezirks Recoleta Daniel Jadue, dem kubanischen Botschafter in Chile Adolfo Curbelo, Leitern von Solidaritätsgruppen und Kubanern, die in Chile wohnen, besuchte er auch das Grab von Gladys Marín, der ehemaligen Führerin der Kommunistischen Partei Chiles. Außerdem stattete der Vizepräsident des Kubanischen Instituts für Völkerfreundschaft (ICAP) dem Monument der internationalistischen Kämpfer eine Visite ab.

Zum Abschluss seines Aufenthaltes auf dem Friedhof ging er zu der beeindruckenden Gedenkstätte für die polizeilich Exekutierten und die verschwundenen Gefangenen (über 3.500) während der blutigen Diktatur Augusto Pinochets (1973-1990).

Dort hob Lorena Pizarro, die Präsidentin der Vereinigung der Familienangehörigen verschwundener Gefangener, hervor, dass einen der fünf kubanischen Helden zu empfangen ein wenig so sei, wie die Überzeugungen aus vielen damaligen Kämpfen wiederzugewinnen.

Am Ende erhielt Fernando González eine detaillierte Abhandlung darüber, was in Chile zur Zeit der Diktatur vorgefallen ist und über die zahlreichen anhängigen Verfahren, auf dass der Staatsterrorismus niemals wiederkehre.