OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Foto: Internet
Photo: Internet

WASHINGTON – Neun US-Gouverneure haben einen Brief an die Führer des Kongresses in Washington gesandt, der diese auffordert, entscheidende Schritte zu unternehmen, um den Handel mit Kuba zu eröffnen und der Blockade ein Ende zu setzen.

„Es ist an der Zeit, dass der Kongress handelt, um die Sanktionen zurückzunehmen, die die Reisen und den normalen Handel zwischen unserer Nation und Kuba verhindern“, heißt es in dem Schreiben vom 9. Oktober.

Die Gouverneure heben die Entwicklung der Käufe landwirtschaftlicher Produkte durch Kuba seit einer Gesetzgebungsänderung aus dem Jahr 2000 hervor, zeigen aber auf, dass eine „nachhaltige Handelsbeziehung“ nicht auf einen einzigen Sektor und auf Transaktionen nur in eine Richtung beschränkt bleiben dürfe.

„Obwohl Landwirtschaftsbetriebe unter der aktuellen Gesetzgebung legal nach Kuba exportieren dürfen, begrenzen die Finanzrestriktionen durch das Embargo (die Blockade) die Kapazität der US-amerikanischen Unternehmen, sich in den kubanischen Markt einzubringen.“

Konkurrenten aus Kanada, Brasilien und der EU, die nicht diesen Beschränkungen unterliegen, besetzten die Räume, die Potential für die Vereinigten Staaten böten, heißt es in dem Dokument.

Das Ende der Blockade werde Arbeit und neue Möglichkeiten für die US-amerikanische Landwirtschaft schaffen und in nur 90 Meilen Entfernung einen Markt von 11 Millionen Einwohnern öffnen, wird hinzugefügt.

Außerdem thematisiert das Schreiben die Möglichkeiten des Austauschs zwischen beiden Völkern von dem Zeitpunkt an, an dem die touristischen Reisebeschränkungen für die US-Bürger aufgehoben würden – ein verfassungsmäßiges Recht, das derzeit auf 12 Kategorien wie kulturelle, wissenschaftliche oder journalistische Motive beschränkt sei.

Die Politiker zeigten ihre Unterstützung der Exekutivmaßnahmen von Seiten Präsident Obamas, riefen aber die Mitglieder des Repräsentantenhauses und den Senat zum Handeln auf, um der Blockade ein Ende zu setzen.

Das Schreiben ist unterzeichnet durch die Gouverneure Terry McAuliffe (Virginia), Jay Inslee (Washington), Thomas Wolf (Pennsylvania), Steve Bullock (Montana), Mark Dayton (Minnesota), Butch Otter (Idaho), Robert Bentley (Alabama), Jerry Brown (Kalifornien) und Peter Shumlin (Vermont).

Seit den Ankündigungen vom 17. Dezember vergangenen Jahres, die ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten eröffneten, sind zahlreiche staatliche Delegationen aus den USA nach Kuba gereist, um die Möglichkeiten für Geschäfte zu sondieren, und haben die Restriktionen kritisiert, die immer noch in Kraft sind.