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LA PAZ – „Wir haben davon geträumt die Erde zu betreten, wo der Che sein Licht gesät hat, um die Wege zu erleuchten, auf denen zu wanken nie Option war und es auch nie sein wird“, sagte Gerardo Hernández Nordelo bei der Veranstaltung zum Empfnag der sechs kubanischen Helden durch den bolivianischen Präsidenten Evo Morales Ayma.

Der Präsident Boliviens zeichnete anschließend Gerardo Hernández, Ramón Labañino, René González, Fernando González, Antonio Guerrero und den Oberst Orlando Cardoso Villavivencio mit dem Orden „Ehrenlegion Marschall Andrés Santa Cruz und Calahumana“ aus.

Die sechs Helden und Teile ihrer Familie trafen am Montag in La Paz ein, um eine Rundreise durch das Land zu beginnen, die auch am 8. und 9. Oktober die Gedenkveranstaltungen in Vallegrande und La Higuera einschließt, Orte, die mit dem Kampf und Tod des Comandante Ernesto Guevara und seiner Kampfgefährten der lateinamerikanischen Guerrilla in Verbindung stehen.

In seiner Willkommensrede sagte der bolivianische Präsident, er sei stolz, sie im Regierungspalast zu empfangen und auszeichnen zu können. „Ein kleines Zeichen der Bewunderung für euren Kampf und eure Stärke. Mit euerer Freilassung hat nicht nur Kuba einen Sieg davon getragen sondern die ganze antiimperialistische Welt, denn für mich sind die Brüder nicht nur kubanische sondern auch lateinamerikanische Helden“, sagte er.

Er betonte, dass erst das Volk an die Macht kommen musste, bis man in Bolivien Prsönlichkeiten der Welt empfangen konnte, er wiederholte seine Position gegen die US-Blockade gegen Kuba, forderte ihre Beendigung und erkannte die Prinzipientreue und die Intelligenz des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro und des Präsidenten Raúl Castro an.

Im Nahmen der Geehrten unterstrich Gerardo Hernández, dass sie die Auszeichnung im Namen des kubanischen Volkes empfangen würden und er dankte Morales für seinen beispielhaften Mut, seine Solidarität Kuba gegenüber und für seine Unterstützung der Sache der Fünf. „Wir werden nie vergessen, als wir von unseren Gefängniszellen aus Ihre energische Stimme hörten, wie sie unsere Sache zu der Euren machte“, sagte er.

Nach Ende der Veranstaltung sagte Gerardo in einem exklusiv Granma gewährten Gespräch, dass der Besuch in Bolivien „eine alte Schuld ist, die wir noch begleichen mussten. Ein Traum ist Wirklichkeit geworden, denn für jeden Revolutionär ist es eine Pflicht den Spuren des Che zu folgen“.

Er sagte weiter: „Wir sind aufgewachsen indem wir von klein auf gesagt haben – wir wollen sein wie der Che – und wir haben in unserem Leben immer versucht, ihm so weit wie möglich zu gleichen, seinem Beispiel zu folgen, was sehr schwierig ist. Jetzt, da wir seinen Weg gehen, fühlen wir uns der großen Verantwortung näher, die uns inspirierte und uns in unserem Kampf für die Gerechtigkeit leitete.“

Antonio Guerrero sprach über ein Gedicht, das er dem Che gewidmet und im Gefängnis von Florence, Colorado geschrieben hatte. „Man machte mir die Ehre dieses Gedicht mit dem Titel Das Beispiel des Che in der ersten Anthologie zu veröffentlichen, die man in englischer Sprache vom Comandante Guevara veröffentlichte und in der große Dichter und Liedermacher aus aller Welt vertreten sind. Zuerst kam es in der Zeitschrift Tricontinental heraus und eines guten Tages erhielt ich im Gefängnis einen Brief, in dem man die Erlaubnis von mir erbat, es in das Buch aufzunehmen“, erzählte Tony.

Er betonte, dass das historische Treffen in Vallegrande und La Higuera viele Emotionen und Erinnerungen hervorrufen werde. „Wir, als Kubaner haben unser ganzes Leben lang an die letzten Momente gedacht, als der Che ermordet wurde, auch wenn der Comandante Guevara nicht gestorben ist, er ist nach Kuba zurückgekommen und seine sterblichen Überreste haben wir dort in Santa Clara.

Er hat uns immer begleitet und wir begleiten ihn. Von ihm haben wir die besten Werte gelernt als wir Kinder waren. Unsere Anwesenheit hier ist auch eine Verpflichtung ihm und seiner Truppe gegenüber, niemals aufzugeben. Sein Beispiel hat uns im Gefängnis begleitet und daher das Gedicht“, sagte er weiter.

Bolivianische Solidaritätsgruppen und Teilnehmer der kubanischen Medizinbrigade, die in Bolivien arbeiten und der kubanischen Botschaft, angeführt vom Botschafter Benigno Pérez, bejubelten die Ankunft der sechs Helden in Bolivien, die sichtlich berührt die Grüße und Umarmungen erwiderten.