OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

Der Präsident des Staats- und des Ministerrats Kubas, Armeegeneral Raúl Castro Ruz, ergriff am Samstagmorgen auf dem UNO-Gipfel über die Ziele der nachhaltigen Entwicklung 2015-2030 das Wort.

Der kubanische Präsident sprach in seiner kurzen und kraftvolle Rede Probleme der Welt an wie die durch bewaffnete Konflikte verursachte Migrationskrise und die schwierige Wirtschaftslage, der ein Teil der Menschheit ausgesetzt ist, was die Kluft zwischen Nord und Süd und die Polarisierung des Reichtums vergrößere.

Raul betonte die Wichtigkeit dessen, dass die Debatten zu Themen wie den nachhaltigen Entwicklungszielen zur Annahme von Vereinbarungen führten, die in Aktionen umgesetzt werden können.

„Wenn wir eine bewohnbare Welt des Friedens und der Harmonie zwischen den Völkern, der Demokratie, der sozialen Gerechtigkeit und Achtung der Menschenrechte aller wollen, sollten wir konkrete Verpflichtungen in Bezug auf die Entwicklungshilfe annehmen und das Problem der Verschuldung lösen, da die Schulden schon mehrfach bezahlt sind“, sagte er.

Es wäre notwendig, fuhr er fort, eine andere internationale Finanzarchitektur zu schaffen, das Technologie- und Wissensmonopol der Industrieländer zu beseitigen, und dass diese ihre historische Schuld anerkennen und eine gemeinsame, aber differenzierte Verantwortung übernommen werde.

Mangelnde Ressourcen seien keine Entschuldigung dafür, es nicht zu tun, fügte er hinzu, denn jedes Jahr werden Milliarden von Dollar für Waffen ausgegeben.

Der kubanische Präsident sagte, dass die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten, die Öffnung der Botschaften und die von Obama verkündeten Veränderungen in der Politik gegenüber unserem Land einen wichtigen Fortschritt darstellten, der internationale Unterstützung gefunden habe.

Allerdings bestehe die seit über einem halben Jahrhundert andauernde Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade fort, was dem kubanischen Volk Schäden und Einschränkungen verursache, das Haupthindernis für die Entwicklung des Landes sei, aufgrund ihrer Exterritorialität auch andere Nationen betreffe und den Bürgern und Unternehmern der USA Schaden zufüge, führte er aus. Darüber hinaus sei die Blockade viele Male von der überwältigen Mehrheit der Mitgliedsländer der Vereinten Nationen abgelehnt worden.

„Trotzdem hat Kuba die Millenniumsentwicklungsziele erfüllt und anderen Ländern seine Hilfe in verschiedenen Bereichen zur Verfügung gestellt, was wir mit unseren bescheidenen Bemühungen auch weiterhin tun werden“, sagte Raúl. „Wir werden die Solidarität, den Kampf die Menschenwürde und soziale Gerechtigkeit nicht aufgeben, die tiefe Überzeugungen unserer sozialistischen Gesellschaft sind“, schloss er.