
LA PAZ – Bolivien werde bis zum Jahr 2019 für die Industrialisierung des im Salar von Uyuni vorkommenden Lithiums 925 Millionen Dollar investieren, sagte Präsident Morales, nachdem die Nationale Leitung für Evaporite Ressourcen und das deutsche Unternehmen K-UTEC AG Salt Technologies einen Vertrag für die Ausarbeitung des Konstruktionplans der Fabrik für Lithiumkarbonat unterzeichnet hatten.
Morales fügte hinzu, dass die Untersuchung eine staatliche Investition von 33,6 Millionen Dollar erfordere, die innerhalb von nicht mehr als 10 Monaten übergeben werden müssten. Das dort produzierte Karbonat aber werde auf dem ausländischen Markt für 7 000 Dollar die Tonne verkauft. Der Präsident bestätigte, dass er den Untersuchungsprozess genau verfolgen werde, denn danach werde entschieden, ob man den Bau der Fabrik ausschreiben werde, um eine Art industrielle Produktion zu sichern und die internationalen Märkte zu erreichen.
In diesem Zusammenhang erinnerte er daran, dass man in Uyuni bereits mit einer Investition von 20 Millionen Dollar eine Pilotfabrik für Lithiumkarbonat errichtet habe und dieses Projekt jetzt fortgesetzt werde.
„Unsere Hoffnung ist es, die Ausbeutung des Lithiums in den nächsten 100 Jahren garantieren zu können, was nicht nur von Vorteil für Bolivien sondern auch für die Region und die Welt ist“, sagte Morales.
Nach Aussage des Präsidenten bildet die Industrialisierung des Lithium Teil der Agenda Patriotica del Bicentenario, die vorsieht, noch vor dem Jahr 2025 die extreme Armut in diesem Land auszurotten.
Der Salar von Uyuni liegt 3 680 m über dem Meeresspiegel und dehnt sich auf einer Fläche von 10.000 Quadratkilometern aus. Die Regierung Boliviens investiert Ressourcen um etwa 4000 Kilometer dieser Salzwüste, eine der größten der Welt, zu industrialisieren.
Diese Ebene, ein beeindruckender Salzspiegel, besteht aus ca. 11 Salzschichten, deren Dicke zwischen zwei und zehn Metern variiert. Er bildet eine riesige weiße Fläche und enthält laut offiziellen Daten etwa 100 Millionen Tonnen diese Minerals.
Lithium hilft die Stunden in Uhren anzuzeigen und ist unerlässlich in den Batterien der Handys und Laptops. Es wird auch bei der Herstellung von Glas und Keramik, in der Behandlung von bipolaren Störungen, bei Klimaanlagen, Leuchtröhren und anderen Produkten verwendet.
Das sogenannte „weiße Gold des XXI. Jahrhunderts“ wird hauptsächlich aus zwei Quellen entnommen: Aus Mineralen wie Spodumen, das vorher eine Bergbauarbeit erforderlich macht und aus den Salaren, wo Sole entsteht, wo die Entnahme niedrigere Produktionskosten erfordert.




