OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

VEREINTE NATIONEN - Der UN-Ausschuss für Dekolonisation verabschiedete am Montag einmütig eine neue Resolution, die das Recht von Puerto Rico auf Selbstbestimmung und Unabhängigkeit bekräftigt.

Photo: correodelorinoco.gob.ve

Zum vierunddreißigsten Mal bestätigt dieser Organismus ein Dokument über den Fall von Puerto Rico, eine Nation, die seit fünfhundert Jahren unter Kolonialherrschaft steht, davon in den letzten 117 Jahren unter der Herrschaft der Vereinigten Staaten.

Die von Kuba präsentierte Initiative, die außerdem von Venezuela, Nicaragua, Ecuador, Bolivien, Russland und Syrien unterstützt wurde, fordert von Washington, seiner Verantwortung gerecht zu werden und dem Volk Puerto Ricos die uneingeschränkte Ausübung dieser Rechte zuzugestehen, im Einklang mit der im Jahre 1960 von der UN Generalversammlung erteilten Proklamation, dem Kolonialismus auf der Welt ein Ende zu setzen.

Desweiteren dringt das Dokument auf den lateinamerikanischen und karibischen Charakter des Volkes von Puerto Rico „das seine eigene nationale Identität hat“, zitiert PL.

Der Text spiegelt auch die Besorgnis über die in dieser Nation bestehende Debatte hinsichtlich der Einsetzung eines Mechanismus wieder, um die Teilnahme aller Sektoren der lokalen Meinung zu gewährleisten, als eine verfassungsgebende Versammlung über die Statusfrage.

Diesbezüglich wird darauf gedrungen, das Instrument auf den vom internationalen Recht anerkannten Alternativen der Dekolonisation zu begründen, „im Bewusstsein des Grundsatzes, dass jegliche Initiative zur Lösung des politischen Status von Puerto Rico von dessen Volk ausgehen sollte“.

Der gefasste Beschluss fordert von der Regierung der USA die Rückgabe aller besetzten Gebiete sowie der Anlagen auf der Insel Vieques. Ebenso verlangt er die Freilassung des 71jährigen politischen Gefangenen Oscar López Rivera, der seit mehr als drei Jahrzehnten wegen der Sache der Unabhängigkeit inhaftiert ist.

Vor der einmütigen Annahme des Dokuments hatten die Bewegung der Blockfreien, die 120 Nationen in sich vereint, sowie die Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten, in der 33 Länder der Region vertreten sind, ihre Unterstützung für die Selbstbestimmung Puerto Ricos ausgesprochen.

Außer Kuba sprachen auch Ecuador, Venezuela, Bolivien, Nicaragua und Syrien auf dem Forum, um Respekt zu verlangen für die Puertoricaner, damit diese ihre unveräußerlichen Rechte auf Selbstbestimmung und Unabhängigkeit ausüben können.