Das kubanische Dreisprungteam bestätigte seine lange Tradition bei den Hallenweltmeisterschaften der Leichtathletik im polnischen Toruń. Die Veranstaltung, die sich zu einem wichtigen Trainingsfeld für kubanische Athleten entwickelt hat, erfüllte die Erwartungen und beflügelte die Ambitionen der sechsköpfigen Delegation.
Leyanis Pérez verteidigte ihren Hallenweltmeistertitel und baute damit ihren Titel als frischgebackene Freiluftweltmeisterin vom vergangenen September sowie ihren Diamond-League-Titel aus den beiden Vorjahren weiter aus.
„Das ist kein Zufall: Es ist Konstanz und Talent“, sagte Miguel Díaz-Canel Bermúdez, Erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei und Präsident der Republik, und gratulierte der Athletin aus Pinar del Río zu ihrer erneuten Leistung auf der anspruchsvollsten Bühne.
Ihr Sprung von 14,95 Metern sicherte Kuba einen Platz im Medaillenspiegel mit einer Goldmedaille. Sie erzielte ihre Bestweite im zweiten Versuch und gab die Führung nicht mehr ab. Dieser Sprung bedeutete die gleiche Saisonbestleistung wie die vor dem Wettkampf von Yulimar Rojas aufgestellte.
Die Venezolanerin hatte Wochen zuvor gestanden, sich in Topform zu fühlen, doch diesmal reichte es nur für 14,86 Meter in der fünften Runde, als die Spannung stieg, während die acht verbliebenen Konkurrentinnen ihren letzten Versuch absolvierten.
Der Wettkampf hielt eine Überraschung bereit: Die Senegalesin Saly Sarr zählte nicht zu den Favoritinnen auf einen Podestplatz, erlebte aber den glücklichsten Tag ihres Lebens und belegte dank einer persönlichen Bestleistung von 14,70 Metern und weiteren Sprüngen in diesem Bereich den dritten Platz.
Diese unerwartete Leistung besiegelte das Schicksal der Kubanerin Liadagmis Povea, die bei den Weltmeisterschaften 2025 in Nanjing, China, hinter ihrer Landsfrau den zweiten Platz belegt hatte. Sie war zwar noch einmal im Rennen, verpasste den Sieg gegen die Afrikanerin aber um 30 Zentimeter.
Vor dem Frauenwettbewerb fand der Männerwettbewerb statt, bei dem der Bronzemedaillengewinner der Freiluft-Weltmeisterschaften 2025 in Tokio, Lázaro Martínez, in einem insgesamt eher schwach besetzten Wettkampf einen beachtlichen vierten Platz erreichte. Er erzielte im zweiten Versuch 17,14 Meter. Wie bei Leyanis war dies auch für ihn der beste Sprung des Tages.




