
Für kommenden Freitag ist eine kubanische Teilnahme in der Diamond League geplant, wenn die Diskuswerferinnen Yaimé Pérez und Denia Caballero das zweite Meeting dieser Serie in der katarischen Stadt Doha bestreiten, während die Siebenkämpferinnen Yorgelis Rodríguez und Adriana Rodríguez am Samstag und Sonntag im österreichischen Götzis die schwierige Mission haben, ihre Olympiateilnahme zu erkämpfen.
Sicher ist, dass der Reise, die diese vier Athletinnen antreten werden, die gute Nachricht von Yaimé Pérez mit ihrer besten Saisonweite (68,99 Meter) vorausgeht. Als Jahresweltbestmarke hatte dieser Rekord vom vergangenen Samstag allerdings nur denkbar kurze Zeit Bestand, da noch an ebendiesem Tag die Neuseeländerin Jorine van Klinken ihr Sportgerät in Arizona auf 70,22 Meter schleuderte.
Ein solches Ergebnis verleiht der starken Entschlossenheit, die Führung in dieser Spezialität bei den Spielen von Tokio zu übernehmen, eine weitere Nuance, da die Kubanerinnen in Doha 2021 nach längerer Zeit zum ersten Mal wieder gegen die Kroatin Sandra Percovic, die amtierende olympische Königin und Erzrivalin der Frauen aus der Karibik, antreten werden.
Eine weitere gute Nachricht war die Dreisprungleistung von Yordan Díaz, der seine Spikes bei 17,46 Meter in den Sand bohrte und damit in diesem Jahr das Weltranking anführt, da er die bisherige Marke von Hugues Fabrice Zango aus Burkina Faso um 6 cm überbot.
Just in dieser Disziplin wurde die traurige Nachricht von der Achillessehnenverletzung des überaus erfolgreichen US-Amerikaners Cristián Taylor während des Wettbewerbs um die Goldenen Sportschuhe von Ostrau bekannt. Der vierfache Weltmeister seit Daegu 2011 und Olympiachampion von London 2012 und Rio de Janeiro 2016 musste sich einer Operation unterziehen, womit er sich vom aktuellen Wettkampfkalender verabschiedete und was ihn der Chance beraubte, sein drittes Zepter unter den fünf Ringen zu gewinnen, für das er der klare Favorit aller Fachleute gewesen war.
Obwohl der Rückenwind in Havanna am vergangenen Wochenende mehr als zwei Meter pro Sekunde betrug (wodurch die erzielte Weite nicht als Rekord anerkannt werden kann), waren die 8,55 Meter von Juan Miguel Echevarría im Weitsprung vielversprechend. Er ist einer der heißesten Kandidaten für einen Podiumsplatz bei den Olympischen Spielen in der japanischen Hauptstadt.
Am nächsten Wochenende könnte der Mehrkampf in Götzis für die beiden Rodríguez-Mädchen weitere Freuden bringen. Dort werden sowohl Yorgelis als auch Adriana auf der Jagd nach der olympischen Siebenkampfmarke sein, die 6.420 Punkte beträgt und für sie in dieser Saison noch aussteht. Genau in dieser österreichischen Stadt zeigte Yorgelis am 27. Mai 2018 die beste Leistung ihrer Karriere mit insgesamt 6.742 Punkten. Das Limit für die Olympischen Spiele wurde von der jüngeren Adriana freilich bislang noch nie erreicht. Ihre persönliche Marke liegt bei 6.304 Einheiten, erzielt am 21. März dieses Jahres in Havanna.
Die Wahrheit ist, dass Yordan Díaz, Juan Miguel Echevarría, Yaimé Pérez, Denia Caballero und die brandneue Weltmeisterstaffel über 4x400 m der Frauen, nunmehr das Bestreben haben, in Tokio auf das Podium zu kommen.Sie könnten die Geschichte der Leichtathletik wachsen lassen, die nach dem Boxen die Sportart ist, die mit 42 Medaillen, darunter 11 mal Gold, 13 mal Silber und 18 mal Bronze, am zweitmeisten zu Kubas Ausbeute an olympischen Medaillen beigetragen hat.




