
Beispielloses Finale des kubanischen Baseballs im Stadion José Antonio Huelga von Sancti Spíritus, das – den tristen Umständen geschuldet – gähnend leer ist. Vor den Fernsehern freilich tausende gemeinsame Emotionen. Sechstes dramatisches Match zwischen den Cocodrilos (Krokodilen) von Matanzas und den Alazanes (Füchsen, die Pferderasse) von Granma. Neuntes Inning: beim Stand von 5:5 zum Zerreißen gespannt. Kein Base mehr frei! Dann der entscheidende Schlag aus den Armen des jungen Batters Guillermo García und … Granma ist Meister!
So las sich am Sonntag, dem 4. April der Abschluss des langen Play-Off-Finales der 60. Nationalen Baseball Serie, in dem die Schüler von Carlos Martí zum dritten Mal in den letzten fünf Jahren den Meistertitel holten.
Eine Einheit, die sich allen Prognosen zum Trotz das Spielareal zu eigen machte und das Konzept durchsetzte, dass in einer Mannschaft jeder zählt, obwohl es Spieler gibt, die am Ende des Sieges herausragen, etwa Alexquemer Sánchez‘ Wurfkraft aus dem Feld, die Spitzbübereien der Santos-Cousins (Raico und Roel), die Fangpräzision von Prieto, die moralische Führerschaft von Benítez, die spektakuläre Performance von Blanco ...
„Wir widmen dieses Ergebnis dem Gründer der kubanischen Sportbewegung, dem Comandante en Jefe Fidel Castro, und allen Granma-Fans", sagte der erfahrene Teamchef Carlos Martí mit Tränen in den Augen und einem Lächeln, das man trotz Gesichtsmaske sah, während in Granma die ganze Bevölkerung trotz des von COVID-19 auferlegten sozialen Abstands von Balkonen und Straßen aus voll und ganz genoss, dass man es einmal mehr ausrufen konnte: „Granma ist Champion!“




