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Omara Durand steht kurz davor, zum vierten Mal drei Titel zu gewinnen (Foto: der Website der WM entnommen)

Es scheint, dass Omara Durand niemals nachgeben wird. Die Silbermedaille ist nicht für sie gemacht, geschweige denn Bronze. Universalrekordhalterin über 100, 200 und 400 Meter der Kategorie T-12, stark sehbehindert, ist sie bei mehr als einer Gelegenheit Zeiten gelaufen, die an die ihrer nicht behinderten Sportkameradinnen heranreichten. Dabei wird sie immer von ihrem Bahn-Führer Yunior Kindelán begleitet.

Omara hat seit 2008, als sie mit 18 Jahren bei den Paralympischen Spielen in Peking debütierte, kein Rennen mehr verloren. Laut PL waren die 52,51 Sekunden, die in diesem Jahr im Finale der 400 Meter der Parapanamerikanischen Spiele erreicht wurden, schneller als die von zweien der Finalistinnen, die am Ende der Saison in der Diamond League 2019 antraten.

In diesen Tagen demonstriert sie ihre Qualität bei der Weltmeisterschaft der Paraleichtathleten in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate), bei der sie bereits auf den 100 m und 400 m gekrönt wurde und ihre Präsenz im Halbfinale der 200 m gesichert hat.

Obwohl Omara ihren Weltrekord von 11,40 Sekunden, aufgestellt bei den Paralympischen Spielen in Rio 2016, nicht erreicht hat, dominierte sie diesen Montag das Finale der 100 m auch mit einer Zeit von 11,66 Sekunden, der besten des Jahres.

Durand verwies die Spanierin Adiaratou Iglesias (11,99 Sek) und die Brasilianerin Viviane Ferreira (12,00 Sek) auf die Plätze zwei und drei. Nach etwas mehr als eineinhalb Stunden Erholungspause kehrte sie dann auf die Bahn des Dubai Center Club zurück, um ihren 200 m Vorlauf mit 24,71 Sekunden zu gewinnen und damit ein direktes Ticket für das Halbfinale am Dienstag zu lösen.

Das erste Gold hatte Omara Durand bei dieser WM am vergangenen Samstag über 400 m in 52,85 Sekunden gewonnen. Die Ukrainerin Oksana Boturchuk wurde in 56,02 Sekunden Zweite, während der dritte Platz an die Venezolanerin Greilyz Villarroel mit 58,66 Sekunden ging.

Wenn sie in Dubai ihre dritte Goldmedaille holte, so wäre das bereits ihr viertes Triple bei Weltmeisterschaften: vorher in Christchurch, Neuseeland, 2011, in Doha, Katar, 2015 und in London 2017. Im Jahre 2013 hatte Omara wegen Mutterschaft aussetzen müssen.