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Melany Matheus aus Mayabeque bei ihrem letzten Versuch Photo: Calixto N. Llanes

BUENOS AIRES – Melany Matheus hat das Diskuswerfen gewonnen und Kuba damit seine zweite Goldmedaille bei diesen III. Olympischen Jugendspielen beschert.

Matheus, die am Sonntag ihre Leistung aus dem ersten Wettkampfabschnitt von 53,70 m mit 54,95 m noch einmal deutlich toppte, kam somit auf 108,65 m insgesamt, was dazu führte, das die kubanische Bandera im Olympiapark am höchsten flatterte.

Die Russin Violetta Ignatyeva hatte in der ersten Phase 54,28 m erreicht und geführt, musste sich aber in der zweiten mit einer Weite bescheiden, die ihr nur 107,79 m als Gesamtresultat einbrachte, wodurch sie auf den zweiten Platz zurückfiel. Dritte wurde die Türkin Ozlem Becerek, die es in diesem ungewöhnlichen Wettkampfmodus auf insgesamt auf 103,86 m brachte.

„Ein tolles Ergebnis, das ich Dank der Arbeit an meiner Konzentrationsfähigkeit erreicht habe. Ich schau mir die Würfe meiner Gegnerinnen gar nicht mehr an und gehe dann in den Ring, um alles, was ich habe, rauszuhauen. Das hat gut geklappt“, erzählte die 17jährige aus Mayabeque in der Mixed Zone.

„Diese Medaille widme ich dem kubanischen Volk, meiner Mama, die mich immer unterstützt hat, all meinen Kameraden und meiner Trainerin Anaelis Fernández“, sagte sie nach ihrem dritten internationalen Wettbewerb, in dem es ihr gelang, unvorhergesehene Fehler zu vermeiden, wie sie ihr noch bei der U18 WM in Nairobi und der U2O WM in Tampere passiert waren.

Die Technik, derer sie sich bedient, hat sie von der Bronzemedaillengewinnerin im Hammerwerfen von Athen 2004 Yunaika Crawford, die die Jugendliche in diesen Tagen auch psychologisch betreute.

Keily Linet Pérez wurde Sechste über 100 m Hürden in 13,49 Sek. Gold holte die US-Amerikanerin Grace Stark in 12,83 Sek, Silber die Jamaikanerin Ackera Nuget in 12,96 Sek und Bronze die Australierin Sophie White in 13,01 Sek.

Rosaidi Robles wurde Neunte im Stabhochsprung mit 3,62 m. Die ersten drei Plätze belegten die Deutsche Leni Wildgrube mit 4,17 m, die Weißrussin Krystina Kantsavenka mit 3,97 m und die Französin Emma Brentel mit 3,92.

Im Beach Volleyball zeigten Jorge Luis Alayo und Miguel Ángel Ayón bei der Qualifikation fürs Viertelfinale eine starke Leistung, als sie in einer dramatischen Partie die Russen Dimitri Veretiuk und Denis Shekunov in 2:1 Sätzen (17:21, 21:17, 23:21) bezwangen. Am heutigen Montag geht es gegen die Ungarn Attila Streli und Artur Hajos um den Einzug ins Halbfinale.

DAS ERSTE GOLD

Vor der Diskuswerferin Matheus hatte bereits am vergangenen Samstag die Ringerin Milaímys de la Caridad Marín in der 73 kg Kategorie das erste Gold für Kuba gewonnen, als sie das Kunststück fertigbrachte, zunächst die zweifache Weltmeisterin Yuka Kagami aus Japan und anschließend die Argentinierin Linda Marilina Machuca (Letztere in weniger als einer Minute) zu besiegen.

So gut wie sicher ist bereits Kubas dritte Goldmedaille: Der Dreispringer Jordan Díaz hat in den ersten Durchgängen mit 17,14 m den bisherigen Event-Rekord gebrochen und dürfte am heutigen Montag die Ernte einfahren.

Weitere Möglichkeiten, Medaillen in der Königssportart zu holen, haben noch der Weitspringer Lester Lescay und die Hammerwerferin Alegna Osorio, die in der Anfangsrunde zufriedenstellende Ergebnisse erzielten. Es steht auch noch der Wettkampfabschluss der Kugelstoßerin Niesterle Castillo aus.