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Marcia Videaux Photo: Ricardo López Hevia

BARRANQUILLA – Marcia Videaux erzählte uns, nachdem sie am Samstag auf spektakuläre Art den Teamwettbewerb im Kunstturnen gewonnen hatte, dass sie mit Prognosen, was weitere Siege in Einzeldisziplinen bei den 23. Spielen Zentralamerikas und der Karibik angehe, zurückhaltend sein wolle.

„Das behalte ich noch für mich“, gestand sie uns mit einem Lächeln, das bemerkenswert selbstbewusst war, vor allem für ein Mädchen, das in seiner noch nicht langen Karriere bereits einige Krisen durchschritten hat, sowohl emotionaler Art als auch mangelndes Vertrauen in ihr eigenes Talent betreffend.

Die erste Krone, die Marcia sich sicherte, war die in der Gesamtwertung, die sie mit der Gelassenheit großer Stars für sich entschied, immun für das Geschrei des kolumbianischen Publikums, das natürlich frenetisch die eigenen Athletinnen anfeuerte.

Die – gerade! – 19jährige aus Granma hielt ihre Rivalinnen auf Distanz, vor allem mit ihrer Paradedisziplin, dem Pferdsprung, der ihr 14.700 Punkte einbrachte sowie am Boden mit 13.300 Zählern. Doch auch in Disziplinen, die nicht zu ihren ausgewiesenen Stärken gehören (Stufenbarren und Schwebebalken) zeigte sie anständige Leistungen.

Marcia am Stufenbarren Photo: Ricardo López Hevia

„Ich wollte, dass es keine Zweifel am Ergebnis gäbe. Ich wollte es perfekt hinkriegen und mit dieser Einstellung ging ich die Sache an. Ich bin zufrieden. Es ist ein großes Geschenk einen Tag nach meinem Geburtstag und ich möchte diesen Sieg mit denen teilen, die mir geholfen haben, vor allem dem Trainerkollektiv“, sagte Marcia, ein Mädchen weniger Worte.

„Sie sah sehr gut aus trotz der wenigen Stunden Ruhe vor dem Wettkampf, aber das ist etwas, das sie schon kennt, das sich mit ihrer eigenen Vorbereitungsdynamik deckt. Wir haben alle die Goldmedaille genossen, aber mehr noch ihre Darbietung“, versicherte Yareimi Vázquez, ihre Trainerin, die keinen Zweifel daran hat, dass Marcia weitere Siege in den Gerätefinals folgen lassen wird.