OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Bild des mit 67,2 Metern höchsten Stalagmiten der Welt Foto: Esteban Grau Die Kampfsportarten werden bei der Medaillenausbeute unserer Delegation eine wichtige Rolle spielen Photo: Ricardo López Hevia

„Es ist ein komplexes Szenario. Eingedenk des Wissens, wie viel Widerstand uns Mexiko und Kolumbien entgegensetzen werden, halten wir uns an das Versprechen, das wir vor unserem Volk geleistet haben, nämlich den ersten Rang im Medaillenspiegel von Barranquilla zu erreichen, wie wir es bei Zentralamerika- und Karibikspielen seit Panama 1970 immer getan haben.“

Das sagte Dr. Antonio Becali, Präsident des INDER, auf der Pressekonferenz vor nationalen und internationalen Teilnehmern im Kolosseum der Sportstadt.

Der Titular des nationalen Sportverbandes wies darauf hin, dass Kolumbien, Austragungsort des Ereignisses, über ein Team verfüge, das in den letzten Jahren einen steilen qualitativen Anstieg gemacht habe. Es werde bei der Vergabe des Gesamtsieges mitreden auf einem Event, zu dem Kuba 538 Sportler und Sportlerinnen schicke, 66 % von ihnen junge Leute, die zum ersten Mal an den „Centrocaribes“ (vom 19. Juli bis zum 3. August) teilnähmen.

„Wir haben eine wissenschaftliche Studie darüber durchgeführt, welches die Resultate aller Wettbewerbe sein könnten und wie es uns gelänge, jene mindestens 115 Goldmedaillen zu gewinnen, die wir brauchen werden, um unsere Selbstverpflichtung zum Sieg zu erfüllen. Wenn man bedenkt, dass Kuba an 91 der 450 Disziplinen gar nicht teilnehmen wird, darunter eine Anzahl solcher, in denen Kolumbianer und Mexikaner favorisiert sind, werden wir in den verbleibenden sehr effizient sein müssen. Wir wissen, was nötig ist, die Spiele zu gewinnen“, versicherte Becali.

14 Wettbewerbe wurden neu bzw. wieder in den Veranstaltungskalender von Barranquilla 2018 aufgenommen, in denen Kolumbien aller Voraussicht nach erfolgreicher sein wird als Kuba.

KAMPFSPORTARTEN UND …

Auf eine Frage der Presse antwortete Becali, dass, wie es auch in anderen multidisziplinaren Veranstaltungen der Fall sei, das Potential, den Sieg davonzutragen vor allem in den Kampfsportarten wie Judo, Boxen, Taekwondo und den verschiedenen Arten des Ringens (m/w) liege.

Der Präsident des kubanischen Sportverbandes INDER geht davon aus, dass Kuba mindestens 115 Goldmedaillen wird holen müssen, um den angestrebten ersten Platz zu erreichen Photo: Ricardo López Hevia

Er erläuterte außerdem, dass das Rudern und der Kanusport zusammen mit der Leichtathletik zu Kubas Medaillen beitragen würden und dass die Teilnahme an verschiedenen internationalen Wettbewerben, an Qualifikationsturnieren und an Trainingslagern in Ecuador und Mexiko die Qualität unter anderem im Badminton, Sportschießen und Tischtennis verbessert habe.

Ein essentielles Element hob Antonio Becali hervor, als er betonte, dass Kubas Sportler in Barranquilla mit Ausrüstungen konkurrierten, die auf dem jüngsten technologischen Stand der Ersten Welt seien. Hier erwähnte er die Pistolen und Gewehre, die Fahrräder der Triathleten und Bahnradfahrer sowie die Ruderboote und Kanus, um nur einige zu nennen.

Die kubanische Aufgabe erschöpfe sich nicht darin, hohe Resultate in bestimmten Momenten zu erzielen, wie es häufig mit Ländern geschehe, die dann glänzten, wenn sie Gastgeber von wichtigen Wettkämpfen seien, um dann später die Unmöglichkeit festzustellen, dieses Niveau aufrecht zu erhalten. Kuba arbeite stets daran, Leistungen nachhaltig zu machen. Dies habe es erlaubt, seit Panama 1970 einen Gesamtsieg nach dem andern einzufahren.

HILFE OHNE GRENZEN

Obwohl Mexiko und Kolumbien die hauptsächlichen Rivalen um den Sieg seien, habe Kuba ihnen, wie auch anderen Ländern, solidarische Hilfe nie vorenthalten, indem es ihnen Trainer und geschultes Personal überlassen habe.

Becali fügte hinzu, dass, obgleich die offizielle Ziffer der Vertretung Kubas 789 Personen umfasse, darunter 133 Trainer, man noch nicht wisse, wie hoch die Zahl der für andere in Barranquilla teilnehmende Länder tätigen kubanischen Trainer sei. Hierzu müsse man die genaueren Angaben der übrigen Nationen abwarten.

Es bestünden 176 Übereinkünfte oder Verträge zur sportlichen Kollaboration zwischen Kuba und 134 anderen Staaten. Seit 1962 seien mehr als 62.000 Kubaner aus dem Sportsektor für 94 Länder Amerikas, Asiens, Afrikas, Europas und Ozeaniens tätig gewesen. Demgegenüber hätten 12.838 Sportstudenten aus 102 Ländern in Kuba graduiert.

Auf eine weitere Pressefrage hin betonte der Präsident des INDER, dass alle Athleten, die bei Clubs im Ausland unter Vertrag stünden, berücksichtigt worden seien, Teil der Delegation zu werden und ihre Möglichkeit, an diesem Event teilzunehmen, sei mit den Verantwortlichen jener ausländischen Vereine vertraglich abgesichert. Er fügte hinzu, lediglich die Baseball-Spieler Alfredo Despaigne und Liván Moinelo, die in der japanischen Profiliga spielten, seien von dieser Regel ausgenommen.

Die Delegation, die am frühen Morgen des 15. Juli nach Barranquilla abreisen werde, sei auf Konferenzen und in Unterredungen mit der komplizierten politischen und sozialen Lage, die derzeit in Kolumbien herrscht, vertraut gemacht worden. Am Hauptsitz der Spiele, sagte Becali weiter, könne Kuba auf die Unterstützung einer Solidaritätsgruppe zählen. Die kubanische Delegation an Athleten und Athletinnen habe ein Durchschnittsalter von 23 Jahren und das kulturelle Niveau von Studierenden im dritten Jahr der Hochschulbildung.