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Photo: Gutiérrez Gómez, Osvaldo

CIEGO DE ÁVILA – Man musste kein erfahrener Kenner des Basketballs sein, um den Ausgang der Meisterschaft zu erahnen. Das Team von Villa Clara hatte eine hervorragende Meisterschaft gespielt und gewann nun die Finalspiele der Superior-Liga (LSB) gegen die „Büffel“ aus Ciego de Ávila, die schon weiter gekommen waren, als man erwartet hatte, auf überlegene Weise.

Das Ergebnis der Spiele (100:70, 108:96, 82:73 und 86:77) zeigt die Überlegenheit der „Wölfe“, die in allen Sparten des Spiels besser waren und den Rivalen wenig Freiraum gaben, ein Detail, das etwas überraschte.

Dies bestätigt der DT von Villa Clara, Carlos Valle, der immer an den Titelgewinn geglaubt, aber nicht mit einem so komfortablen Vorsprung gerechnet hatte. „Das Vier zu Null hat uns überrascht, denn die „Büffel“, auch wenn es nicht dieselben sind wie vor Jahren, sind imstande, Finalspiele zu spielen. Meine Jungs haben es verstanden zu kämpfen und erhielten immer den Geist und den Zusammenhalt aufrecht“, sagte er kurz nach dem letzten Spiel.

Er sagte, dass sie dieses Ergebnis seit Jahren erwarteten, für das sie sehr hart trainiert hätten. Der Kampfgeist und die Einheit auf dem Spielfeld seien die Hauptursache des Sieges gewesen, bemerkte er.

Und er hat recht. Seine „Wölfe“ zeigten Mut und Zusammenhalt, präzise Angriffe, wenig Ballverluste und eine große Verteidigung, angeführt von Andy Boffil (mehr als 90 Punkte im Finale), als der Wertvollste Spieler des Turniers gekürt, und Joel Cubillas, eine der Säulen des Teams.

Eine entscheidend Rolle spielten auch Yuniskel Molina, eine Verstärkung aus Matanzas, und der junge Spieler Osvaldo Pérez. Beide wurden zusammen mit Esteban Martínez aus Santiago, Yordanis Jaca aus Camagüey und Yasser Rodríguez aus Ciego de Ávila ins ideale Team gewählt.

Für die „Büffel“ kann der zweite Platz als positiv bewertet werden. Sie hatten sich erst zu Saisonende heraufgearbeitet und im Halbfinale das entscheidende Spiel gegen Santiago de Cuba gewonnen.

Es ist jedoch schwierig für sie, kurzfristig an die großartigen Ergebnisse von vor Jahren (neun Titel und drei Mal Vize-Meister in diesem Jahrhundert) anzuschließen. Dafür werden sie neue Starspieler, vor allem körperlich große, heranbilden müssen.