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Die Kubanerinnen wollen sich im Mai für den Karibik-Cup 2018 qualifizieren. Foto: Ricardo López Hevia

Der Trainer der kubanischen Fußball-Frauenequipe zeigt sich zufrieden mit dem Fortschritt seiner Schülerinnen in den letzten Jahren.

Der Camagüeyaner, ein Mann „der alten Schule“, hat sich stets damit charakterisiert, all sein Engagement in den Fortschritt seiner weiblichen Zöglinge zu legen – über die 90 Minuten, die ein Spiel dauert, und die Trainingseinheiten hinaus.

„Ich sage nicht, dass ich schon glücklich bin, weil es immer noch etwas zu tun gibt, wenn es um technische Elemente geht. Diese Mädchen haben eine große Zukunft vor sich. Sie müssen nur selber daran glauben. Wir als technische Ausbilder stellen ihnen das Maximum unserer Kenntnisse zu Verfügung und sie können ihrerseits mehr leisten“, versicherte der Mentor, der nun seit drei Jahren das kubanische Team leitet.

Im Gespräch mit dieser Zeitung hob Bonora Peñalver, obwohl er es mit einer jungen Truppe zu tun hat, hervor, dass man in den letzten Jahren ein nachhaltiges Leistungswachstum bei den Kubanerinnen habe beobachten können.

Deren unmittelbares Ziel besteht in der Qualifikation für den Karibik-Cup 2018, die im Mai in der Dominikanischen Republik ausgetragen und bei der nur ein einziges Ticket vergeben wird – in der Auseinandersetzung mit den Islas Turcas & Caycos, Puerto Rico, Anguila und den Gastgeberinnen.

„Wir können es mit dieser Gruppe aufnehmen. Wir haben vor zwei Wochen ein paar Freundschaftsspiele gegen Nicaragua absolviert, einen der stärksten Gegner in der mittelamerikanischen Region und unsere Fußballerinnen zeigten sich in guter physischer Verfassung und erspielten sich mehrere Torchancen.

„Die Art, wie wir uns auf dem Spielfeld bewegen, mit dem Ball und ohne ihn, ist sehr viel anders, als wir es noch vor ein paar Jahren taten. Die Spielerinnen setzen nun das im Training Erlernte in den Partien um“, betonte er.

„Diese allmähliche Evolution brachte mit sich, dass das Trainerkollektiv beschlossen hat, das 3-4-3 System zu implementieren und damit das 4-3-3, das wir zurzeit spielen, zu ersetzen.“ Dieser Wechsel kommt Bonora Peñalver zufolge den Spielerinnen zugute, die sowohl in der Verteidigung wie auch im Angriff ihre Technik verfeinert haben.

„Die Philosophie von heute ist ganz anders als die von früher, als wir das Land nach Frauen absuchten, die Kämpfernaturen waren und auf dem Spielfeld ein großes Arbeitspensum leisteten. Im Moment ziehen wir es vor, wenn sie mit einer guten Technik daherkommen, um ihnen ein Kollektivspiel beizubringen.“