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Zwei Portugiesen arbeiteten als Doppel, um sich den Sieg im Olympiamodus zu sichern. Foto: Ricardo López Hevia

Als voller Erfolg endete die vierte Ausrichtung des Triathlons von Havanna, eines Wettbewerbs, der ein spürbares Anwachsen organisatorischer Fragen aufwirft. In einem sportlichen Spektakel lieferten sich 500 Teilnehmer und Teilnehmerinnen einen anspruchsvollen Kampf und genossen dennoch und den Charme der Stadt.

Zunächst im Wasser der Marina Hemingway, dann viele Kilometer fressend, sowohl im Rhythmus der Pedale als auch auf der schweren Laufstrecke des Malecón von Havanna, zeigten sie sich der Veranstaltung würdig, die auch im nächsten Jahr wieder die wachsende Gemeinde der Süchtigen nach dieser Disziplin in Kuba zusammenrufen wird.

Wie nicht anders zu erwarten, konzentrierte sich viel Aufmerksamkeit auf den derzeit besten Triathleten der Antillen Michel González, der sich wieder für die Teilnahme auf der Halbdistanz entschieden hatte und diese überzeugend gewann. Wie er uns später mitteilte, ist der Sieg im Wettkampf um die Iberoamerikanische Krone ein guter Ausgangspunkt mit Blick auf das Ereignis des Jahres: die Spiele Zentralamerikas und der Karibik in Barranquilla.

Dabei musste Michel einiges an Rückstand aus dem Schwimmen aufholen, aber dies gelang ihm mit einem Radfahren auf hohem Niveau und einem akzeptablen Lauf. In der weiblichen Version der Strecke siegte die Kroatin Zeljka Saban Milicic, als sie sich gegen die Kubanerin Yadira Corona durchsetzte, die den Wettbewerb im vorigen Jahr für sich entschieden hatte.

Hohe Erwartungen hatte auch die Olympische Kategorie (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen) geweckt, in der die beste Kubanerin Leslie Amat den zweiten Rang belegte und sich damit den iberoamerikanischen Titel sicherte, derweil die Deutsche Anabel Knoll siegte.

“Uns kam es zu, in der zweiten Wettkampfhälfte anzutreten und zum überwiegenden Teil fand die Disziplin um die Mittagszeit herum statt, also unter starker Sonneneinwirkung. Die Müdigkeit war meine größte Befürchtung gewesen, aber ich habe gut dagegen gehalten, vor allem während des Laufens, das normalerweise nicht unsere Stärke ist“, berichtete Amat, die mit 2:06:44 Stunden um 37 Sekunden hinter Knoll zurückblieb.

Kurz zuvor hatten die Portugiesen Alexandre Nobre und Miguel Arriaolos in der Männerversion des Olympischen Modus dominiert, bei dem der Kanadier John Rasmussen Dritter wurde. „Es war aufgrund der Hitze ein sehr harter Wettbewerb, aber wir haben mit aller Kraft und gemeinsam gekämpft. Uns war klar, dass der Kanadier uns alles abverlangen würde wie auch unsere Konkurrenten aus Brasilien und Deutschland und wir hatten uns darauf konzentriert, sie zu entkräften“, sagte Nobre. Sein Landsmann Arraiolos fügte hinzu, dass es ein äußerst schweres Rennen für diesen Abschnitt des Jahres sei.

Ergebnisse:

Volkssprint, weiblich: 1. Fiona Bernal, MEX (1:12:02) 2. Rosa E. Ramos, KUB (1:12:20) 3.    Niuska Figueredo, KUB (1:13:50)

Volkssprint, männlich: 1. Yoleisy Rodríguez, KUB (1:01:56) 2. Cristian Carmenate, KUB (1:03:12) 3. Marcel Zamora, SPA (1:03:34)

Halbdistanz, weiblich: 1. Zeljka Saban Milicic, KRO (4:55:45) 2. Yadira Corona, KUB (5:30:09) 3. Mariana Peres, BRA (5:38:09)

Halbdistanz, männlich: 1. Michel González, KUB (4:03:50) 2. Leonardo Saucedo, MEX (4:17:02) 3. Jesús A.Cruz, KUB (4:26:48)

Olympiamodus, weiblich: 1. Anabel Knoll, DEU (2:06:07) 2. Leslie Amat, KUB (2:06:44) 3. Vittoria Lopes, BRA (2:07:37)

Olympiamodus, männlich: 1. Alexandre Nobre, POR (1:50:23) 2. Miguel Arraiolos, POR (1:50:24) 3. John Rasmussen, KAN (1:50:40)