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Fournier holte seine zweite Silbermedaille bei Weltmeisterschaften Photo: Getty Images

Der kubanische Ruderstar Ángel Fournier beendete mit dem Gewinn der Silbermedaille im Einzel den Auftritt Kubas am Schlusstag der Weltmeisterschaften in Sarasota, USA. Er erreichte seine insgesamt dritte Medaille bei einer WM und seine zweite silberne, womit er seinen Erfolg von Chungju, Südkorea, aus dem Jahr 2013 wiederholte.

Für den kubanischen Skuller blieben die Uhren bei 6:43:490 Minuten stehen. Er musste sich nur dem Tschechen Ondrej Synek (6:40:640 min) beugen, demselben Rivalen, dem er schon vor vier Jahren in Südkorea unterlegen war und der bereits seine fünfte Goldmedaille bei Titelkämpfen holte. Allerdings bot der Kubaner ihm während des ganzen Rennverlaufs die Stirn und lag zeitweilig sogar in Führung.

Den dritten Platz holte der Brite Thomas Barras. Prominenz auch auf den Rängen vier bis sechs: Vierter wurde der kroatische Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele Damir Martin, Fünfter der Neuseeländer Robert Manson, der Fournier zuvor bei Weltcup-Rennen in dieser Saison zweimal geschlagen hatte, und Sechster der Deutsche Ole Naske.

Der kubanische Ruderer führte das Resultat auf die Präparation im Verbund mit der Nationalen Ruderkommission zurück: „Wir nahmen an zwei Weltcup-Rennen teil, ich bereitete mich in Italien vor und war zum Höhentraining in Mexiko – alles mit dem Ziel, in Sarasota ins Finale zu kommen. (…)

Ich hielt meine Konzentration aufrecht, weil mir klar war, dass dieses Rennen eine enge Angelegenheit werden würde. Auf Empfehlung meines Trainers Joan M. Paula hin ging ich die ersten 1000 Meter sehr stark an, um den Besten wie Synek, Martin und Manson Paroli bieten zu können. Diese WM war nicht zuletzt deshalb anders, weil praktisch alle im selben Hotel auf engstem Raum zusammenwohnten. Wir verstehen uns gut, kennen einander seit Jahren. Natürlich sind wir sportliche Konkurrenten, aber auch gute Freunde.

Ich möchte diese Medaille meiner Mutter widmen. Außerdem meiner Tochter, die in diesem Jahr zur Welt kam und aus der ich meine Kraft ziehe, und meiner Frau“, sagte der Athlet noch zum Schluss.