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Von links nach rechts: Morris, Stefanidi, Silva und Peinado, die Medaillengewinnerinnen im Stabhochsprung der Frauen Photo: IAAF

Kuba erlebte am gestrigen Sonntag seinen bisher besten Tag bei diesen 16. Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London: Es gab nicht nur die erste Medaille, sondern außerdem einen beeindruckenden Landesrekord.

Wie erhofft, reihte sich die Stabhochspringerin Yarisley Silva auch in London – mit Bronze – unter den Medaillengewinnerinnen der Leichtathletik WM ein, nachdem sie 2015 in Peking den Titel geholt hatte und 2013 in Moskau, wie diesmal, Dritte geworden war. Die junge Athletin aus Pinar del Rio war in dem Bemühen, ihre Krone zu verteidigen, leider nicht in bester Form. Mehr als recht bescheidene 4,65 m waren diesmal nicht drin, was aber für sie (zusammen mit der Venezolanerin Robeilys Peinardo) zu Bronze reichte. Sandi Morris aus den USA gewann Silber mit 4,81 m.

Der Wettbewerb wurde beherrscht von der griechischen Olympiasiegerin Ekaterini Stefanidi, die an diesem Abend mit 4,91 m nicht nur die größte Höhe der Saison überquerte, sondern auch die beste Leistung ihrer Karriere erbrachte. An versuchten 5,02 m scheiterte sie, als sie bereits gewonnen hatte, dreimal. Der Rekord für Leichtathletik-Weltmeisterschaften befindet sich somit immer noch in Besitz der Russin Elena Issinbajewa, die 2005 in Helsinki 5,01 m hoch gesprungen war.

Die eigentlich große Meldung für Kuba schrammte indessen knapp an Edelmetall vorbei. Sie betrifft die 22jährige Siebenkämpferin Yorgelis Rodríguez aus Guantanamo, die ihre bisher höchste Punktzahl (erreicht in Rio 2016) um gleich mehr als 110 Zähler auf 6.594 steigerte. Yorgelis belegte damit hinter der belgischen Favoritin Nafissatou Thiam, der Deutschen Carolin Schäfer und der Niederländerin Anouk Vetter den vierten Platz. Sie hatte im Laufe des Wettbewerbs mit 1,95 im Hochsprung und 2:10:48 über 800 m persönliche Bestmarken aufgestellt.

„Ich bin sehr zufrieden. Ich danke meinem Trainer Gabino Arzola, meinem Sportskameraden Leonel Suarez, meiner Mutter, meiner Oma und meinem Verlobten Yoan Medina, der immer in den Augenblicken, wenn ich ihn brauchte, an meiner Seite war. Und natürlich gilt der Dank auch meinem schönen Kuba“, äußerte sich die Rekordinhaberin in den sozialen Netzen.

Bereits am Samstag hatte der erst 18jährige Maykel Masso aus Santiago de Cuba mit 8,26 m einen bemerkenswerten fünften Rang im Weitsprung erzielt. Sieger wurde mit 8,48 m der Südafrikaner Luvo Manyonga vor dem US-Amerikaner Jarrion Lawson mit 8,44 m, während ein weiterer Südafrikaner, Ruswahl Samaai, mit 8,32 m die Bronzemedaille holte.