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Mit fünf Goldmedaillen, zwei Mal Silber und einer Bronzemedaille erreichte Kuba eine historische Leistung bei der 10. U18-Weltmeisterschaft der Leichtathletik, die vom 12. bis 16. Juli in Nairobi, Kenia, stattfand.

Damit belegte die Insel den dritten Platz der Medaillenwertung. Mit dieser Leistung wurde das bis dahin beste Abschneiden des Landes bei derartigen Wettkämpfen von 2005 übertroffen, als Kuba in Marrakesch, Marokko, mit drei Gold- und jeweils zwei Silber- und Bronzemedaillen Fünfter wurde.

In der Medaillenwertung wurde Kuba nur von Südafrika (5-5-3) und China (5-2-4) übertroffen. In der Punktwertung, bei der die ersten acht Plätze berücksichtigt werden, belegte das aus 13 Teilnehmern bestehende kubanische Team mit 73 Punkten Platz Acht. Hier führte Deutschland mit 131 Punkten die Liste an.

Die ersten Medaillen für Kuba gewannen am zweiten Wettkampftag nach einem spannenden internen Duell die Weitspringer Maikel Vidal (Gold) und Lester Lescay (Silber).

Vidal, der bereits vor dem Wettkampf wegen seiner aktuellen Form und seiner Führungsposition im Ranking mit 7,85 m als Favorit gegolten hatte, wurde von seinem Mannschaftskameraden so gefordert, dass er sich auf 7,88 m steigern musste, um ganz oben auf dem Podium zu landen. Lescay ließ nicht nach und blieb am Ende mit persönlicher Bestmarke von 7,79 m nur um neun Zentimeter hinter der Siegesweite zurück.

Es folgte am nächsten Tag der Dreisprungerfolg von Jordan Díaz. Díaz verbesserte seine bisherige Bestmarke um sage und schreibe 66 cm und sprang 17,30 m weit, eine neue Bestweite für die Kategorie, die bis dahin ein anderer Kubaner inne hatte, Lázaro Martínez, der im Jahr 2014 17,24 m erreicht hatte.

Der Ecuadorianer Frixon David Chila (15,92 m) und der Kolumbianer Arnovis Dalmero (15,89 m) wurden Zweiter bzw. Dritter. Vierter wurde mit wenigen Zentimetern Rückstand der andere Kubaner, Yusniel Jorrín (15,88 m).

Die dritte Goldmedaille für Kuba kam wenig später durch die Diskuswerferin Silinda Morales, die sich im letzten Versuch auf 52,89 m steigerte und damit die Deutsche Leia Braunagel (51,29 m) und die Chinesin Quantong Liu (50,10 m) hinter sich ließ. Die andere Kubanerin im Wettkampf, Melany Matheus, kam leider wegen drei Fehlversuchen nicht in den Endkampf. 

Die Hammerwerferinnen Amanda Almendariz und Yaritza Martinez sorgten am vorletzten Wettkampftag für Gold und Silber in ihrer Disziplin. Almendariz erreichte mit 71,12 m Saisonbestleistung, Martinez warf 69,75 m weit.

Im Dreisprung der Frauen konnte Zulia Hernández ihre Bestleistung um 15 cm erhöhen. Mit ihren 13,29 m belegte sie Platz Drei hinter der Chinesin Qiujiao Tan (13,64 m) und der Bulgarin Aleksandra Nacheva, (13,54 m).

Die fünfte Goldmedaille gewann am letzten Wettkampftag die Speerwerferin Marisleisys Duharte, Inhaberin der Weltbestleistung der Kategorie (65,44 m), die ihrer Favoritenrolle gerecht wurde und sich in ihrem dritten Wurf mit einem Wettbewerbsrekord von 62,92 m den Titel sicherte.

Die Werferin aus Santiago de Cuba war dem restlichen Feld vom ersten Versuch an weit überlegen. Zweite und Dritte wurden die Chinesinnen Qing Cai (57,07) und Qianqian Dai (54,96), während die andere Kubanerin im Wettbewerb, Melissa Hernández, mit 53,02 m Fünfte wurde.

Mit der Ausbeute in der kenianischen Hauptstadt hat Kuba jetzt insgesamt 18 Gold-, 13 Silber- und 14 Bronzemedaillen bei U18-Leichtathletik-Weltmeisterschaften und belegt damit Platz Acht. Die USA und Großbritannien hatten ihre Teilnahme an der WM abgesagt, weil sie „die Situation hinsichtlich von Verbrechen und terroristischer Bedrohung in dem afrikanischen Land als kritisch“ einschätzten, wie es in einer Mitteilung des US-Leichtathletikverbandes hieß.