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Weitspringer Maikel Vidal schenkte Kuba die erste Goldmedaille bei der U18-WM Photo: Getty Image

Die weltweite Vormachtstellung der kubanischen Springer in der Kategorie U18 wurde am gestrigen Donnerstag, dem zweiten Wettkampftag der X. Weltmeisterschaften für Leichtathleten unter 18 Jahren, in Nairobi, Kenia, einmal mehr deutlich.

Das Publikum im Kasarani-Stadion am Rande dieser afrikanischen Hauptstadt wurde Zeuge der völligen Dominanz der kubanischen „Grashüpfer“ Maikel Vidal und Lester Lescay, die im Weitsprung nach einem spannenden internen Duell Gold bzw. Silber gewannen.

Vidal, der bereits vor dem Wettkampf wegen seiner aktuellen Form und seiner Führungsposition im Ranking mit 7,85 m als Favorit gegolten hatte, wurde von seinem Mannschaftskameraden so gefordert, dass er sich auf 7,88 m steigern musste, um ganz oben auf dem Podium zu landen. Lescay ließ nicht nach und blieb am Ende mit persönlicher Bestmarke von 7,79 m nur um neun Zentimeter hinter der Siegesweite zurück.

Vidal hatte nach den ersten beiden Runden nur auf dem dritten Platz gelegen (hinter seinem Landsmann Lescay und einem Rumänen), sprang dann allerdings im dritten Versuch 7,88 m, eine Weite, mit der er deutlich in Führung ging. Möglicherweise im Glauben, damit den Sieg schon quasi in der Tasche zu haben, wurde er unkonzentriert und so wurden seine drei letzten Sprünge sämtlich Fehlversuche, während Lescay in einem Herzschlagfinale immer näher an ihn heranrückte.

“Ich bin stolz, mein Land zu vertreten. Ich habe vor, mich auf dem langen Weg, den mir noch zu gehen bleibt, kontinuierlich zu verbessern“, sagte Vidal vor der akkreditierten Presse nach dem Event.

Kuba hat eine wichtige Tradition bei diesen U18 Turnieren. Neben dem ausgezeichneten Resultat von Nairobi befinden sich auch die beste Weitsprungweite in der Geschichte dieser Altersgruppe (8,28 m) sowie die größte bei Weltmeisterschaften der U18 erzielte (8,05 m) in kubanischem Besitz: konkret in dem des Santiagueros Maykel Massó.

Mit dem Gewinn der Gold- und der Silbermedaille (1-1-0) liegt Kuba momentan in der Nationenwertung auf Rang vier (hinter Deutschland mit 2-0-1, Südafrika mit 1-2-1 und China mit 1-1-2. Kubas Medaillenernte könnte sich schon am heutigen Freitag erhöhen, wenn Jordan A. Díaz und Yusniel Jarrín im Dreisprungfinale antreten werden, die bei der Qualifikation die beste respektive drittbeste Weite vorlegten. Auch Diskuswerferin Silinda Morales, Zweite des diesjährigen Rankings, hat gute Chancen, Kubas Zwischenbilanz auszubauen.