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Esteban Lazo (Mitte) informierte sich über die Fortschritte bei der Restaurierung des Schwimmbadkomplexes Baraguá, der sich wegen mangelnder Wartung in sehr schlechtem Zustand befand. Photo: Ricardo López Hevia

Warum sind die japanischen Batter bei kurzen Swings so erfolgreich und wir nicht ? Warum erzielen die Werfer eine höhere Wurfgeschwindigkeit? Warum sind wir, was die Schnelligkeit angeht, im Vergleich mit den Jamaikanern so weit zurück? Warum erzielen wir beim Schwimmen keine guten Ergebnisse?

Das waren einige der Fragen, die sich aus den verschiedenen Gesprächen während des Rundgangs ergaben, den der Präsident der Nationalversammlung Esteban Lazo Hernández durch einige Sporteinrichtungen der Hautptstadt machte, um sich dabei aus erster Hand über die Restaurierungsarbeiten zu informieren. Er drängte darauf, bei der Sichtung von Talenten effektiver vorzugehen und dabei wissenschaftliche Erkenntnisse anzuwenden.

Beim Besuch des Forschungszentrums des Kubanischen Sports ergab sich eine interessante Debatte über die Notwendigkeit, die technologischen Fortschritte in den Dienst der Athleten und der Trainer zu stellen.

„In der Praxis konzentrieren sich die Defizite der Athleten im Training und danach folgt ein Prozess der die Trainer darüber informiert und sie in die Lage versetzt, diese Lücken zu füllen“, sagte der Direktor des Zentrums René Romero.

An diesem Ort wird der Anwendung der Wissenschaft eine große Bedeutung zugemessen, weil sie bei der Sichtung neuer Talente elementar ist. Diese Idee wurde beim anschließenden Besuch des Schwimmbadkomplexes Baraguá noch verstärkt, der einer grundlegenden Restaurierung unterzogen wurde.

„Eine Zahl von 700 Athleten als Grundlage für den Schwimmsport ist ein sehr mageres Ergebnis. Die Tatsache, dass wir nicht über Einrichtungen mit angemessenen Bedingungen verfügen, hat uns hart getroffen. Wir müssen aber die Richtung korrigieren und eine umfassendere Basis bekommen“, sagte Lazo, der außerdem hervorhob, dass, wenn einmal die Restaurierungsarbeiten abgeschlossen worden seien, die Maßnahmen zum Erhalt und zur Wartung extrem ausgeweitet werden müssten.

Der Rundgang umfasste auch einen Halt im kürzlich eingeweihten Sportkombinat Camilo Cienfuegos. Dieses soll wie die Mehrzweckeinrichtung Ramón Fonst und das neue Wohnhaus für Athleten des Cerro Pelado eine Bastion für die Erholung der Kinder der Hauptstadt sein.

Im letzteren gibt es 64 klimatisierte Zimmer mit Fernsehen und Bad. Es ist für die Sportler gedacht, die sich das Recht darauf erarbeitet haben. „Die Bedingungen hier sind angemessen, dafür müssen wir kämpfen, aber diejenigen, die hierhin kommen, werden dafür sorgen müssen, dass sie so bleiben“, sagte Lazo.

Zur Mehrzweckhalle Ramón Fonst bemerkte er: „Sie muss ein Wahrzeichen der Hauptstadt sein und die Gewaltvorkommnisse früherer Zeiten darf es nicht wieder geben. Es kommt darauf an, die Athleten, die Arbeiter und die Öffentlichkeit dazu zu erziehen, sorgsam mit der Einrichtung umzugehen, sie müssen wissen, was das alles kostet, um ein Bewusstsein zu bekommen.“