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Savón hatte keinen ernsthaften Gegner in seinem Lauf Photo: Armando Hernández

RIO DE JANEIRO – Leinier Savón mit seiner Goldmedaille und Omara Durand mit ihrem zweiten Weltrekord glänzten am gestrigen Donnerstag für Kuba in der Leichtathletik der Paralympischen Spiele.

Über 100 Meter der Kategorie T12 (stark Sehbehinderte) kam der Guantanamero Savón in 10,97 Sekunden ins Ziel und sicherte sich damit seine erste Goldmedaille und die vierte für Kuba. „Ich bin gelaufen, um zu gewinnen. Mit der Zeit bin ich nicht zufrieden, aber wenn ich versuche, einen Rekord aufzustellen, tue ich das mit einer anderen Lauftechnik“, äußerte sich Savón. „Ich war siegesgewiss, weil ich gegen alle meine Gegner schon gewonnen hatte.“

Der Kubaner ließ im Finale den Südafrikaner Jonathan Ntutu (11,09), den Deutschen Thomas Ulbricht (11,39) und den Aserbaidschaner Elmir Jabrayilov (11,51) hinter sich.

„Diese Medaille widme ich meiner Mutter Maria Elena Pineda, meiner Familie, meinen Trainern, Guantanamo, dem kubanischen Volk im Allgemeinen und der Revolution, für die wir hier sind“, versicherte er. Savón wird am Samstag noch über 200 m um den Titel laufen.

Ihrerseits erreichte Omara Durand mit 52,90 Sekunden über 400 m in der Kategorie T12 (stark Sehbehinderte) ihren zweiten Welt- und sechsten paralympischen Rekord. Sie siegte vor der Aserbaidschanerin Elena Chebanu (56,53) und der Venezolanerin Greilyz Villarroel (59,71).

Am kommenden Samstag wird auch ihr Finale stattfinden. Dann werden die Ukrainerin Oksana Boturchuk, die den dritten Ausscheidungslauf in 54,47 gewann, die Mosambikanerin Edmilsa Governo (54,94) sowie die Siegerin des ersten Rennens, die Spanierin Melani Berges (57,52), ihre Gegnerinnen sein.

Bei den Weltmeisterschaften in Doha, Katar, im Oktober vergangenen Jahres hatte Omara mit 53,05 den Weltrekord der Französin Assia El Hannouni ausgelöscht, deren 53,67 seit Athen 2004 Bestand gehabt hatten.

Die Kubanerin hat vor, ihren Auftritt von London 2012 zu übertreffen, wo sie, damals zwanzigjährig, nur über 100 m und 400 m angetreten war (und beide Strecken gewonnen hatte).