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Iradia García gewann das Panamerikanischen Straßenrennen von Táchira Photo: La Vanguardia

Es sind noch ein paar Tage bis zum 31. Mai, dem Tag, an dem die Internationale Radsport-Union (UCI) das Ranking der Nationen bekanntgibt, die teilnahmeberechtigt für das Straßenradrennen der Frauen bei den Olympischen Spielen von Rio de Janeiro 2016 sind.

Nach der letzten Aktualisierung der Liste (am 24. April) erscheint Kuba auf Rang 20, was zu zwei Plätzen im Feld des großen Rennens unter den fünf Ringen führen würde. Aber angesichts so vieler Wettbewerbe, die Woche für Woche ausgetragen werden, könnte man Gefahr laufen, am Ende noch aus den 22. Besten herauszufallen und nicht in Rio antreten zu können.

Glücklicherweise muss Kuba nicht mehr bis Ende Mai zittern, weil am vergangenen Samstag Iraida García aus Matanzas den Titel in der Panamerikanischen Straßendisziplin gewann, die in San Cristóbal im venezolanischen Bundesstaat Táchira ausgetragen wurde.

Auf der kraftraubenden Strecke von 86,4 km mehr als 1.000 m über dem Meeresspiegel siegte die Kubanerin in 2:38:26 Stunden, je eine Sekunde vor ihrer Landsmännin Arlenis Sierra und der Brasilianerin Flavia Cardoso.

Iraida, Etappensiegerin auf der schweren Tour von San Luis in Argentinien 2015 und 2016, erwies sich als die Stärkste im Schlussspurt und gab Arlenis, die erst kürzlich die Rundfahrt von Costa Rica gewonnen hatte, das Nachsehen. Marlíes Mejías und Yumari González, die beiden anderen Kubanerinnen im Rennen, blieben außerhalb der Top Ten.

Der Sieg garantiert Kuba zumindest einen Startplatz im Straßenrennen der Olympischen Spiele. Wenn die Größte der Antillen sich am 31. Mai unter den 22 Besten des UCI Rankings befindet, könnten ein bis zwei weitere Tickets hinzukommen.