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Yobany Veitía bei seinem Sieg gegen Abrorjon Kodirow in der 52 kg Klasse Photo: Marcelino Vázquez (AIN)

HAVANNA – Kubas Dompteure machten ihren Schritt ins Finale der VI. Weltserie im Boxen durch ein souveränes 10:0 gegen die „Tiger“ Usbekistans im Kolosseum der Sportstadt offiziell.  

Sie hätten kaum noch Aufmunterung seitens der Zuschauer gebraucht, hatten sie doch bereits nach dem ersten Kampftag mit 5:0 geführt, aber der Applaus war auch am Schlusstag nicht geringer.  

Das Endergebnis machte nicht wenige Prognosen zunichte und sorgte für große Befriedigung im Trainerteam, wenngleich dessen Chef Rolando Acebal daran erinnerte, dass noch nichts gewonnen sei, bevor man nicht den Sieger des zweiten Halbfinales zwischen den „Löwenherzen“ Großbritanniens und den Astana Arlans von Kasachstan bezwungen habe.

“Wir haben das Nötige getan, um uns auf diesen Moment zuzubewegen und nun müssen wir uns auf das konzentrieren, was kommt“, sagte der Stratege, wobei er allerdings hinzufügte, dass das Erreichte stimuliere und eine Bestätigung des Wertes der bisherigen Arbeit sei.

Am Freitag war die Reihe an Yobany Veitía, die zweite Hälfte der Vorschlussrunde zu beginnen, und der Vizeweltmeister ließ von Anfang an in seinem Kampf gegen Abrorjon Kodirow, der sich der Tracht Prügel kaum zu erwehren wusste, nichts anbrennen. Der Linkshänder Veitía verwandelte seinen rechten Jab in eine Strafe, die die Verteidigung seines Kontrahenten auseinander nahm, während er mit seiner stärkeren Hand als Ergänzung nach Belieben punktete. Ein 3:0 Sieg war das logische Resultat.  

Wenige Minuten später beherrschte der dreifache Weltmeister im Leichtgewicht Lázaro Álvarez seinen Gegner Elnur Abdurajmow völlig. In optimaler physischer Verfassung, offenbarte er seine ganze Klasse in einem Rhythmus mit hoher Schlagfrequenz, wobei er seine Fäuste aus allen möglichen Winkeln ins Ziel brachte. Einstimmigkeit im Urteil natürlich auch hier.

Zwei Punktrichter sahen Kubas 69-Kilo-Mann Roniel Iglesias die mittlere der fünf Runden gegen Makhmud Gaipow verlieren, aber am Ende stand ein glattes 3:0 des Olympiasiegers von London 2012, der sich nicht übermäßig verausgaben musste, um seine Schwinger und Haken anzubringen.

Die Vorstellung des dreifachen Weltmeisters in der 81 kg Kategorie Julio César La Cruz war, wie gewohnt, makellos und der kubanische Superschwergewichtler Leinier Peró machte gegen Abdullaew den Erdrutschsieg von 10:0 Siegen in zehn Kämpfen komplett. (ACN)