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Photo: Ricardo López Hevia

Der Morgen bot ideale Bedingungen für die Sprint-Elite beim 2. Triathlon von Havanna und auf dem Rundkurs des Jachthafens Hemingway waren es die Besucher, die sowohl im Frauen-als auch im Männerwettbewerb am erfolgreichsten waren: die Spanierin Camila Alonso und der Kolumbianer Carlos Javier Quinchara.

Alonso und Quinchara gewannen die 750 Meter Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen in Zeiten von jeweils 1:01:40 und 00:54:40 in einem Wettbewerb von 35 Männern und 21 Frauen, bei dem die kubanischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Nachsehen hatten: Leslie Amat wurde Elfte in 1:06:12, während Michel González in 00:57:18 den 14. Rang belegte.

Leslie erlitt beim Radrennen einen Schlag nahe der Kehre, als sie sich in der Spitzengruppe befand und Michel blieb hinter den Erwartungen zurück. So musste man am Ende das Podium den Besuchern überlassen: die Spanierin Alonso siegte vor der Kanadierin Alexandra Coates (1:01:42) und der US-Athletin Taylor Speavy (1:01:49), derweil der Kolumbianer Quinchara vor dem Ecuadorianer Juan José Andrade (00:55:09) und dem Venezolaner Luis Miguel Velásquez (00:55:44) gewann.

Der Kubaner Conrado Martínez erlitt eine Muskelkontraktur und konnte den Wettbewerb nur unter Aufbietung enormer Willenskraft beenden.

STIMMEN DER SIEGER

Die in Argentinien geborene 21jährige Spanierin Camila Alonso stufte ihre Leistung als sehr hoch ein: „Dieser Titel macht mich sehr glücklich. Ich bin schon vor fast zwei Wochen angereist, um mich an die Luftfeuchtigkeit zu gewöhnen, mich mit der Strecke vertraut zu machen und Havanna kennenzulernen.“

„Ich muss mich noch im Schwimmen verbessern, aber diese Kanäle kamen mir schon ungewöhnlich vor, da man nicht den Wellen ausgesetzt ist. In Havanna hat mich die Gastfreundschaft der Menschen beeindruckt“, fügte die Triathletin hinzu, die im vorigen Jahr in Spanien die erste Position „unter 23“ und den zweiten Rang landesweit einnahm.

Quinchara seinerseits stellte fest, sehr zufrieden mit seinem Erfolg zu sein: „Dieses Resultat verschafft mir äußerst wertvolle Punkte, um an Weltcup-Veranstaltungen teilnehmen zu können und weiter mein Ziel zu verfolgen, mich für die Olympischen Spiele von Rio de Janeiro zu qualifizieren. Heute habe ich eine gute Strategie angewandt, indem ich bei der dritten und letzten Wende das Tempo erhöht habe, um mich zu lösen. Die Kubaner waren sehr liebenswert und manchmal habe ich mich in der Stadt in die 50er Jahre versetzt gefühlt“, sagte er.

Am 2. Triathlon von Havanna nahmen 409 Athleten aus 32 Ländern teil. Er endete mit Kultur. Bildende Künstler wie Maykel Herrera, Kamil Bullaudi, Roberto Chile, Andy Rivero, Francys Hernández, Alex Castro und andere prämierten die Preisträger mit ihren Werken. Wichtig für die Zukunft war die Etablierung von Samsung Electronics Latinoamérica und Meryl Sports, Unternehmen, die das Event als seine Schirmherren mit wichtiger Logistik versorgten

Photo: Ricardo López Hevia