OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Von links nach rechts, Tony Clark, Dave Winfield, Joe Torre und Dan Halem, die ihre Beurteilung zum Austausch zwischen der MLB und Kuba abgaben. Photo: Jose M. Correa

Mit dem guten Willen, wie er durch den Besuch der Major League Baseball (MLB) zum Ausdruck kommt, hat diese Organisation erklärt, dass sie das Ziel verfolge, den Übergang von in Kuba wohnhaften Baseballspielern zum organisierten Baseball in den Vereinigten Staaten zu fördern.

Wie passt dieses Vorhaben dazu, dass die Spieler Kubas, um in den Großen Ligen spielen zu dürfen, eine Erklärung unterschreiben müssen, in der es heißt: Ich wohne nicht in Kuba, ich werde nicht in Kuba wohnen, es ist mir nicht erlaubt nach Kuba zurückzukehren, ich habe weder etwas mit der kubanischen Regierung noch mit der Partei zu tun?

Diese Frage stellte Granma bei der Eröffnung der Pressekonferenz, die Vorstandsmitglieder der MLB zu Beginn des akademischen Austauschs gaben, den sie bis morgen mit dem Kubanischen Baseball Verband führen.

„Das Ziel unseres Bevollmächtigten Rob Manfred und der Spielervereinigung des MLB ist es, ein rechtsgültiges und sicheres System für den normalen Fluss von Baseballspielern zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten zu bekommen. Wir werden unter Berücksichtigung der Gesetze beider Staaten verhandeln, aber dazu ist die Kooperation der beiden Regierungen erforderlich“, sagte Dan Halem, der Vizepräsident der Großen Ligen und juristischer Direktor besagter Organisation.

Der Exekutivdirektor der Spielervereinigung (MLBPA) Tony Clark betonte, dass das Hauptinteresse das Wohl der Spieler sei und dazu benötige man starke Verhandlungen, harte Arbeit und die Kooperation beider Seiten.

In der Pressekonferenz im Hotel Nacional wurde auch über die Möglichkeit gesprochen, dass eine Mannschaft der Major Leaugue in der Vorsaison in Kuba Spiele austrage. „Wir haben bereits Tampa Bay ausgewählt, um hierher zu kommen, aber es gibt diesbezüglich noch keine offizielle Entscheidung. Wir befinden uns noch im Gesprächsprozess mit dem Kubanischen Baseball Verband und der Regierung, um logistische Fragen zu klären“, erklärte Halem.

Tony Clark stellte fest, dass das Niveau beim Baseball auf der ganzen Welt gestiegen sei, einer der punktuellen Interessen des MLB. „Wir müssen lernen, wie in jedem Land gespielt wird, Kuba eingeschlossen und jetzt haben wir die Chance uns zu verstärken“, sagte er.

Am Ende der Runde wurde über die Position des MLB bezüglich der Geldprämien gefragt, die Kuba bei den World Classics gewonnen hatte und die es nicht in Empfang nehmen konnte. „Es ist eine Rechtsangelegenheit und gemäß den Gesetzen der Vereinigten Staaten war es uns nicht erlaubt, dieses Geld auszuzahlen“, sagte Halem.

Eine der gefragtesten Personen in diesem Gespräch war das Mitglied der Hall of Fame, Joe Torre, herausragender Spieler und hochgelobter Manager, der sich für die Einladung in ein „schönes Land“ bedankte und sich von dem Austausch sehr bewegt zeigte.

„Der Baseball ist zusammen mit der Musik eine universelle Sprache. In Kuba spürt man sie, man lebt sie mit Leidenschaft und deswegen kommen wir hierher, um mit den Kindern zu arbeiten und ihnen unsere Freundschaft zu übermitteln“, sagte er.

Zu Beginn der Konferenz dankte Clark, Antonio Castro, dem Vizepräsidenten des Kubanischen Baseball Verbandes, dem Verband und dem Inder für ihre Rolle bei dem Austausch, denn „ohne ihre Unterstützung wäre dies nicht möglich gewesen“. Er dankte auch den Spielern in seinem Gefolge.

Der Batter aus der Dominikanischen Republik Nelson Cruz sagte, er sei glücklich zum ersten Mal nach Kuba zu kommen und ein Körnchen Sand dazu beizutragen, dass sich einige Länder im Baseball vereinen. Miguel Cabrera, hob Kuba als eine Potenz in der Karibik hervor. „Kuba hat dies in seiner ganzen Geschichte bewiesen“, sagte der Venezolaner und fügte hinzu, „man bemerkt den Einfluss Kubas, es hat in den World Classics und in der Karibikserie mit guten Ergebnissen teilgenommen. Sie haben in diesem Jahr das Event gewonnen und das gibt ihm Ansehen, ein hohes Niveau“, sagte Miggy, den man als den Slugger der Detroit Tigers kennt.