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Driulis nahm auch an den XXIX Olympischen Spielen von Peking 2008 teil Photo: Ricardo López Hevia

Wenn einer von der Hall of Fame des Judo reden hört, sollte er unter anderem wissen, dass nur 30 besonderen Vertretern in der Geschichte dieses Sports diese Ehre zuteil geworden ist. Dieses Detail spricht für sich, was die Schwierigkeit betrifft, Teil der exklusiven Auswahl zu werden, in die am vergangenen Samstag die Kubanerin Driulis González Einzug hielt.

Als vierfache Gewinnerin olympischer Medaillen (1992 Bronze, 1996 Gold, 2000 Silber und 2004 Bronze) und dreimalige Weltmeisterin (1995, 1999 und 2007) war die Sportlerin aus Guantanamo 20 Jahre lang für das Nationalteam aktiv, in denen sie zum Vorbild für all ihre Kampfgefährtinnen wurde.

Für Driulis gab es nichts mehr, was sie nicht gewonnen hätte. In jedem Wettbewerbsszenario wurde ihr mit Respekt begegnet und das trug dazu bei, dass sie heute – als einige Vertreterin Lateinamerikas – ihren Platz in der Ruhmeshalle einnimmt. Sie ist die zweite Person, die für Kuba diesen Platz erhält, nachdem man vor zwei Jahren Héctor Rodríguez auf dieselbe Weise geehrt hatte.

Diese Auszeichnung, die Driulis am Abend des 22. August widerfuhr, gehört für Sportler zu den begehrtesten überhaupt. „Der Ruhm wird mir nicht zu Kopf steigen. Ich werde dieselbe bleiben wie immer, nur gefühlsmäßig ein wenig aufgewühlter“, sagte sie nach der Zeremonie im Sportpalast von Astana, Kasachstan, ihrem Kollegen Joel García. An gleicher Stelle beginnen heute die Weltmeisterschaften.