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Sechs Goldmedaillen im Gewichtheben, Rudern, Kanufahren und Turmspringen waren die Ausbeute des gestrigen Tages. Hinzu kamen eine beachtliche Zahl von Silber- und Bronzemedaillen.

Im Kanufahren schloss gestern Jorge García den Wettbewerb mit seiner dritten Goldmedaille ab. Zusammen mit seinem Partner Reinier Torres gelang es ihm, die Argentinier hinter sich zu lassen. Obwohl García an diesem Tag innerhalb kurzer Zeit zu zwei Wettbewerben antrat und besonders im letzten Teil des Rennens die Erschöpfung spürte, war den beiden Kubanern der Sieg nicht mehr zu nehmen.

Die Lorbeeren des letzten Kanuwettbewerbs an diesem Tag gehörten Yusmari Mengana, die sich gleich zu Beginn an die Spitze setzte und diese Position bis zum Ende halten konnte. Noch ganz außer Atem erklärte sie der Presse, dass sie noch zwei Finals vor sich habe und dort auch um Gold kämpfen werde.

Angel Fournier und Eduardo Rubio standen bei den Ruderern ganz oben auf dem Treppchen. Sie kamen vor Argentinien und Kanada ins Ziel und bescherten Kuba die erste Goldmedaille in dieser Disziplin.

Das Duo José Antonio Guerra und Jeinkler Aguirre waren die besten beim Synchronspringen vom 10 Meter Turm. Bei zwei Panamerikanischen Spielen, in Rio 2007 und Gualdajara 2011 hatte es „nur“ zum Silber gereicht. Dieses Mal hatten sie einen bequemen Punktevorsprung vor ihren Konkurrenten aus Kanada und Kolumbien.

Zweimal Gold für Kuba gab es auch bei den Gewichthebern. Der erfahreneYoelmi Hernández (85 kg) und der Debütant Adrial La O (77kg) konnten sich über das begehrte Metall freuen. Adrial La O lieferte sich einen spannenden Kampf mit dem Venezolaner Junior Sánchez, den der Kubaner am Ende für sich entscheiden konnte.

Im Kunstturnen kam es zu einer nicht nachvollziehbaren Entscheidung der Punktrichter, die den Kubaner Manrique Larduet um die Goldmedaille brachte. Weder das Publikum, das die Entscheidung auspfiff, noch der US-Amerikaner Samuel Mikulak, der ganz ungläubig guckte, konnten die Wertung nachvollziehen. Hatte der Kubaner doch eine überzeugende, fehlerlose und anspruchsvolle letzte Kür am Reck absolviert, während der US-Amerikaner bei seinem Abgang vom Reck patzte, verstolperte und fast hinfiel. Die 15.150 der Wertung für diese Übung des Kubaners waren eine Beleidigung, aber verhalf Mikulak zum Sieg.

Silbermedaillen, die allerdings nachvollziehbar waren, bekamen auch die kubanischen Judoka. Onix Cortés (70 kg) verlor ihre Goldmedaille in der letzten Minute des Finales. Iván Silva(81 kg), der 19-Jährige, der es überraschend ins Finale geschafft hatte, musste sich gegenüber dem erfahrenen Favoriten aus den USA Travis Stevens geschlagen geben.

Auch Asley González (90kg) konnte an diesem Tag für Kuba kein Gold im Judo holen. Er verlor gegen den Brasilianer Tiago Camilo und auch ihm blieb „nur“ die Silbermedaille.

Maylin de Toro (63), die überhaupt nur wegen der Verletzung ihrer Mannschaftskameradin ins kubanische Team kam, gewann ihren Kampf um die Bronzemedaille.