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Roberto Fernández Retamar, Präsident der Casa, zusammen mit den Juroren der letzten Verleihung des Literaturpreises und dem Kulturminister Alpidio Alonso Photo: Jose M. Correa

Die am 28. April 1959 im Rahmen des Gesetzes 29 gegründete „Casa de las Américas“ feiert den 60. Jahrestag ihrer Gründung. Nach sechs Jahrzehnten würde niemand daran zweifeln, dass die Institution, die am meisten getan hat, weil die Schriftsteller des Kontinents hier bekannt wurden, immer noch „vibriert, schlägt, pocht, lebt und Leben schenkt".

Dies wird durch den umfassenden Plan der Aktivitäten bekräftigt, mit denen das Haus zu Ehren des glücklichen Ereignisses zu feiern gedenkt, beginnend mit der Verleihung des Literaturpreises im Januar, gefolgt vom „Internationalen Kolloquium der Erwartungen, Erfolge und Enttäuschungen des neuen Jahrtausends in der Geschichte und Kultur lateinamerikanischer und karibischer Frauen“ im Februar. Und kürzlich erst fand die Verleihung des Kompositionspreises statt.

Während eines Treffens mit der Presse erklärte Marcia Leiseca, Vizepräsidentin des Hauses und Mitbegründerin, dass, wenn die Institution heute die Vitalität bewahre, die sie ausweist, dies auf die Stabilität zurückzuführen sei, die sie während dieser ganzen Zeit gewahrt habe – dies vor allem dank Haydée Santamaría, der revolutionären Kämpferin, die als erste Direktorin der Casa mit viel Tatkraft und Einfühlungsvermögen ausgestattet gewesen sei.

Im Laufe des Jahres wird es eine Reihe von Aktivitäten geben, die den Tag, an dem dieses Erbe geboren wurde, würdigen sollen. "Das macht uns heute stärker, reifer und natürlich mehr den Schöpfern, Intellektuellen und Künstlern unseres Lateinamerika verbunden".

Zu den ersten zählt die Einweihung des In-Serie-Musters am morgigen Donnerstag in der Lateinamerikanischen Galerie, Editionen einer Sammlung im Rahmen der Biennale von Havanna, und Freitag, den 26. dieses Monats findet an der Ecke 3. Straße. und G das Konzert Nr. 101 der Endlos-Tour von Silvio Rodríguez durch die Barrios statt.

Die Casa wird mehrere Kolloquien abhalten, im Mai „Die kulturelle Vielfalt in der Karibik“, im Juni „Schwarze in den Kolonialstädten Amerikas: Subversion, Rebellion und Widerstandskraft“, im Oktober „Über Latinos in den Vereinigten Staaten“ und im November gibt es die „Woche der Autoren“. Weitere Aktivitäten sind das Programm „Va por la Casa“ während der schulfreien Zeit und die Präsentation von Büchern, darunter „Zielpunkt Haydée Santamaría“ (Zusammenstellung von Briefen lateinamerikanischer und karibischer Intellektueller an Haydée zwischen 1959 und 1980) von Silvia Gil, Chiki Salsamendi und Ana Cecilia Ruiz, u. a. mit einem Vorwort von Roberto Fernández Retamar.