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Duani Ramos, Sänger von Moncada (Foto: Yaciel Peña de la Peña)

Jeden Samstagabend animiert und singt Duani Ramos in der Bule Bar 66, dem kulturellen Zentrum von Artex, am volkreichen Bulevard San Rafael nahe dem Gran Teatro de La Habana Alicia Alonso und dem Parque Central. Ersteres tut er, um das Publikum „ein wenig anzuwärmen“, letzteres, „weil er dran ist“, wie die Kubaner sagen, wenn es etwas gibt, das getan werden muss.

So gewann er 2016 den Popularitätspreis beim berühmten Sängerwettstreit „Sonando en Cuba”, dem Fernsehprogramm, das im Sommer über viele Wochen hinweg jeden Sonntag zum „Straßenfeger“ wird. Inzwischen ist er zur Frontfigur von Moncada avanciert, der Gruppe, die seit über 45 Jahren unter Leitung von Jorge Gómez auf der Szene ist.

“Schon als Kind habe ich gern gesungen. Studiert habe ich Krankenpflege. Noch heute gebe ich, wenn ich nach meinem Beruf gefragt werde, >Krankenpfleger< an, aber schlussendlich war die Musik stärker. Als eines Abends kurz vor Ende eines Auftritts im Astral Kino Jorge nach mir fragte, konnte ich mir nicht vorstellen, worum es ging. Ich verstand erst, als Pablito FG und Mayito Rivera mir sagten: „Moncada ist genau dein Ding.“ Und sie sollten Recht behalten.“

Reggaeton, sagt er, sei nichts für ihn. Auch nicht die Orchester, die heutzutage tanzbare Popmusik spielen. Moncada dagegen sei das, wovon er immer geträumt habe. Vor allem finde er es toll, ihre alten Titel zu singen einschließlich derer, die sich mit lateinamerikanischer Thematik auseinandersetzen, die die Gruppe in ihrer ersten Phase interpretierte, als sie ein Referenzpunkt in der Bewegung der Nueva Trova war.

“Damit gibt es ein Problem, weil Juan Carlos Rivero, unser musikalischer Direktor, möchte, dass ich neue Sachen singe, womit er natürlich hundertmal Recht hat, aber ich halte dagegen, dass ich alles einüben will – auch das klassische Repertoire der Gruppe. Hier müssen wir halt einen Kompromiss finden.“

Der Eintritt von Duani bei Moncada hat frischen Wind in die Formation gebracht, die neben den regelmäßigen Auftritten in der Bule Bar 66 auch noch andere Orte für Konzerte hat. Artex S.A. hat kürzlich die Disk „Moncada, live in der Bule Bar 66“ produziert, die Duani „meine erste offizielle CD“ nennt.

Die CD löst Freude aus und obwohl sie ein wenig zu dem Zweck gemacht worden ist, um für die Location, die erst vor kurzem eingeweiht wurde, Werbung zu treiben, bleibt sie dennoch eine exzellente Moncada-CD.