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Photo: Anabel Díaz

Fünf deutsche Filme werden in Kuba bei der XIII. Auflage der Woche des deutschen Kinos gezeigt, die vom 22. bis 30. Juni im Kino 23 und 12 in Havanna stattfindet.

Wie Petra Rohler von der Kulturabteilung der Botschaft dieses Landes in einer Pressekonferenz im Kulturzentrum Fresa y Chocolate mitteilte, würden dieses Mal alle Spielfilme Themen des alltäglichen Lebens behandeln. Die von Wolfgang Becker 2015 produzierte Komödie „Ich und Kaminski“, bei der er auch Regie führte und die für fünf Lola Preise nominiert wurde, sei die einzige Ausnahme.

Sie führte weiter aus, dass am 22. Juni, dem Eröffnungstag um 20.30 Uhr die deutsch-französisch-österreichische Koproduktion „Stefan Zweig – Vor der Morgenröte“ gezeigt werde. Es handle sich hierbei um eine Biographie des bekannten österreichischen Intellektuellen und Romanschriftstellers Stefan Zweig, der zu seiner Zeit einer der meist gelesenen Schriftsteller deutscher Sprache gewesen sei. Der Film konzentriere sich auf die Jahre seines Exils in Argentinien, den Vereinigren Staaten und in Brasilien, wo er sich schließlich das Leben nahm.

Die dem Autor von „Ungeduld des Herzens“ gewidmete Woche enthält auch die Filme „Wild“ von Nicolette Krebitz (2014), der mit der bronzenen Lola ausgezeichnet wurde, „Herbert“ von Thomas Stuber (2015) goldene Lola für den besten Schauspieler Peter Kurth und silberner für die beste Maske, ein Film, der als besonders herausragend angesehen werde.

Nicht weniger ansprechend sei der Film „4 Könige“ von Theresa von Eltz, der die bronzene Lola bei den herausragendsten Filmen und einen Preis beim Internationalen Festival in Braunschweig erhalten habe.

Der Direktor der Kinematek Kubas Luciano Castillo lenkte die Aufmerksamkeit auf die aktuelle Tendenz der weiblichen Regisseure. Er wies darauf hin, dass von den sechs gezeigten Filmen, vier von Frauen gemacht worden seien. Er betonte auch das immer größer werdende Interesse der Jugend in Deutschland, hinter der Kamera zu stehen.