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An die 300 Werke des kubanischen Malers Wilfredo Lam (1902-1982) werden 2016 in Europa ausgestellt werden, wo die multikulturelle Auflösung des Malers auf ein aufmerksames Publikum trifft.

Im Centre Pompidou in Paris, im Königin Sophia Museum in Madrid und in der Tate Modern Gallery in London wird die größte Retrospektive von Wilfredo Lam zusammengestellt, der zu den bedeutendsten Malern des vergangenen Jahrhunderts gehört.

Die Ausstellung, in der neben Gemälden, Zeichnungen, Graphiken und Keramiken auch Archivmaterial und Fotografien zu sehen ist, hat im Centre Pompidou am 30. September vergangenen Jahres begonnen und wird bis zum 15. Februar dauern.

Um die Persönlichkeit und mestizische Prägung Lams zu umschreiben, griff das Centre Pompidou auf einzigartige und paradoxe Ausdrucksweisen zurück, was die Erwartungen für das Königin Sophia Museum in Madrid, wo die Ausstellung zwischen April und August gezeigt wird und für Tate Modern, die sie bis Januar 2017 beherbergen wird, ansteigen lässt.

Gerade wegen der Missverständnisse, die sich um die Person und das Werk von Lam ranken, baut sich die aktuelle Monographie auf, die, wie die Organisatoren erklären, Begeisterung angesichts „eines komplexen Universums wecken soll, das sich zwischen verschiedenen geographischen und kulturellen Räumen erfindet und artikuliert“.

Daraus, aus dem typisch Kubanischen und anderen Eigenschaften, die in seinem Werk enthalten sind, wie dem Geheimnis seiner Herkunft und seiner regellosen Reise durch die Welt, ist diese Anthologie gestaltet.