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Geraldine Chaplin übergibt dem Direktor für kulturelle Angelegenheiten des chilenischen Außenministeriums, Rodrigo Espinosa, eine Koralle für den Film „El Club“ von Pablo Larraín. Photo: Yander Zamora

Der chilenische Film El club von Pablo Larraín bekam in der Schlussveranstaltung des 37. Internationalen Festivals des Lateinamerikanischen Films die Koralle für den besten Spielfilm.

In seinem Schlusswort sagte der Präsident des Events, Iván Giroud, dass es erste Pflicht des Festivals sei, aufzuzeigen, in welche Richtung unser Kino geht, den Rahmen für sein Umfeld zu liefern und die vielfältigen Verbindungen zu unserer Gesellschaft und unserer Zeit zu entdecken.

„Nur so achten wir die Begründer, jene die manchmal sogar ihr Leben gaben, damit wir heute in vollerem Maße Kino machen. In dieser ewigen Suche liegt unsere Kraft. Heute ist der neue lateinamerikanische Film der neue Film und er ist es, weil seine Entwicklung von der Vision jener jungen Filmemeacher durchdrungen ist: Alfredo, Glauber, Birri, Titón, Santiago, Gabo, Julio, die zuerst geträumt und dann aufgebaut haben“, fügte er hinzu.

In der Abteilung Spielfilm, in dessen Jury die britische Schauspielerin Geraldine Chaplin den Vorsitz führte, wurde der brasilianische Spielfim Toro de neón mit einem Sonderpreis bedacht. Die Koralle für Regie fiel an Sandra Kogut für den Spielfilm Campo Grande ebenfalls Brasilien und die für Fotografie und künstlerische Gestaltung ging an La luz incidente aus Argentinien.

Die Koproduktion El abrazo de la serpiente (Kolumbien, Venezuela, Argentinien) erhielt die Koralle für Edition und Musik und die für Ton ging an den mexikanischen Film Yo. Die Koralle für den besten fiktiven Kurzfilm bekam der Kubaner Marcel Beltrán für La nube und die Koralle für das beste Drehbuch ging an Julio Hernández Cordón für Te prometo anarquía aus Mexiko. Die Hauptdarsteller dieses Filmes teilten sich den Preis für den besten männlichen Darsteller. Der Preis für die beste weibliche Darstellerin erhielt die mexikanische Schauspielerin Jana Raluy für Un monstruo de mil cabezas.

Bei den Erstlingswerken beschloss die Jury den Preis für Künstlerischen Beitrag dem kolumbianischen Film Manos sucias zukommen zu lassen, während die Koralle dem Film Desde allá von Venezuela und Mexiko zuerkannt wurde.

In der Abteilung Dokumentarfilm bekam La Pasión de JL aus Brasilien einen Sonderpreis und die Korallen gingen an den Kurzfilm Tripido (Kolumbien) und den Dokumentarfilm Casa Blanca (Kuba, Mexiko, Polen).

Beim Animationsfilm wurde der brasilianische Kurzfilm Guida(Sonderpreis), Los ases del corral (Koralle Kurzfilm) und Las aventuras de Juan Quin Quin (Koralle für halblangen Film) ausgezeichnet und beim besten Filmplakat war der Designer Pepe Menéndez mit seinem Plakat für den Film Cuba Libre der Gewinner.

Die Koralle des Publikums, die sich aus der Abstimmung der Zuschauer ergibt, ging dieses Mal an den argentinischen Film El clan von Pablo Trapero.