OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Für alle Kinder bedeuten das neue Schuljahr und die Möglichkeit zu lernen, ein großes Glück FPhoto: Estudios Revolución

In Kuba werden am 1. September rund 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche den Unterricht besuchen, wenn das neue Schuljahr beginnt. Dies teilte Bildungsministerin Naima Ariatne Trujillo Barreto am Mittwochmorgen dem Presseteam der kubanischen Präsidentschaft mit.

Die Ministerin äußerte sich in der Cepero-Bonilla-Grundschule des Volksrats Víbora Im Stadtteil Diez de Octubre der Hauptstadt im Anschluss an einen Besuch des Ersten Sekretärs des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas und Präsidenten der Republik, Miguel Díaz-Canel Bermúdez.

„Das Schuljahr beginnt am 1. September.“ „Eigentlich hat es schon begonnen, da unsere Lehrkräfte diese Woche bereits wieder im Dienst sind“, erklärte die Ministerin gegenüber Reportern und merkte an, dass viele von ihnen „kaum Urlaub hatten und, wie wir Lehrer es immer tun, die Schulen bestmöglich vorbereiten“.
Die Ministerin bekräftigte, dass in jeder Bildungseinrichtung neue Schüler, ihre Familien und zurückkehrende Schüler herzlich willkommen geheißen werden.

Sie betonte, dass das neue Schuljahr – das ihrer Aussage nach „alle gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Akteure“ einbeziehen soll – zwangsläufig „große Flexibilität und individuelle Unterstützung“ erfordere, ohne dabei die institutionellen und Gruppenprojekte zu vernachlässigen.

Unter den gegebenen Umständen, so die Ministerin, „erfordert die Reaktion auf jeder Bildungsstufe, in jeder Einrichtung, in jeder Region, für jede Gruppe und für jedes Kind und jeden Jugendlichen“ ein Maß an Differenzierung, das „vielfältige Variationen“ umfasse.
In diesem Zusammenhang erklärte sie, dass es nach Möglichkeit Doppelschichten mit spezifischen Inhalten geben werde und dass es zur Ergänzung des regulären Unterrichts weitere Programme mit Beteiligung von Jugendlichen aus der Nachbarschaft und von unseren eigenen Fachkräften geben werde. So könne es beispielsweise sein, dass vormittags Gruppenunterricht stattfinde und anschließend ein innovatives Projekt die Ausbildung ergänze.

Als Beispiel für innovative Projekte nannte Trujillo Barreto die Interaktion mit Studierenden, die sich für Informatik und Künstliche Intelligenz (KI) begeistern, oder mit jemandem, der gerne singt, oder mit jemandem, der Sport mag: „Mit anderen Worten: Wir versuchen, ein ergänzendes Freizeitangebot zu schaffen, aber die Entscheidungen müssen vor Ort den jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden.“ Sie berichtete, dass man bei Besuchen auf der ganzen Insel„unsere Fachkräfte auf allen Ebenen mit großem Engagement“ erlebt habe, ebenso wie andere Akteure und Interessengruppen in allen Bereichen. Sie betonte, wie wichtig eine „Maßnahme sei, die nicht nur den Beginn dieser Bildungsphase betreffe, sondern nachhaltig gestaltet werden könne“.

Nun müsse alles evaluiert werden. „Jetzt müssen wir in der Nachbereitung sehr konsequent vorgehen.“ Dies bezog sie sich insbesondere auf Schülerinnen und Schüler, die weiter von der Schule entfernt wohnen und daher eine spezifischere und umfassendere Unterstützung benötigten.
KEIN KIND OHNE SCHUTZ 
Der Mittwochmorgen war geprägt von Nachdenklichkeit und Gefühlen, als der Präsident die Grundschule Cepero Bonilla besichtigte. Zu diesem Volksrat gehören auch Heime für Kinder ohne elterliche Fürsorge und eine Notunterkunft – ein Betreuungsmodell, das im Rahmen des kürzlich verabschiedeten Kinder-, Heranwachsenden- und Jugendgesetzes eingerichtet wurde.

Díaz-Canel, der die Bildungseinrichtungen in Begleitung von Vizepremierminister Eduardo Martínez Díaz, der Bildungsministerin und weiteren Beamten besuchte, begann seinen Rundgang im Heim Víbora II für Kinder und Jugendliche ohne elterliche Fürsorge.

Dort erkundigte er sich nach dem Alltag der Kinder, der Einbindung wirtschaftlicher Akteure in den Betrieb des Heims sowie nach den Schul- und Ferienzeiten der Kinder.
Nicht weit entfernt besuchte der Präsident das Heim für Säuglinge Víbora i. Dort erkundigte er sich nach den Kindern. Über die etwa zehn Mitarbeiter sagte er, sie seien „mit ganzem Herzen dabei“. Er betonte, dass es großes Einfühlungsvermögen erfordere, das Leben solch hilfsbedürftiger Wesen so liebevoll zu schützen. 
Anschließend stand die Cepero-Bonilla-Schule auf dem Programm. Zum Abschluss erreichte der kubanische Präsident die Notunterkunft, eine Einrichtung, die Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in extremen Notlagen schnellen Schutz bietet, während Fachkräfte einen individuellen Betreuungsplan entwickeln.

Von diesem neuen Aufnahmezentrum – einer Art Übergangsraum – können Kinder in ein Heim, eine Familie oder in die Obhut von Angehörigen vermittelt werden, die die Verantwortung einer Elternschaft übernehmen möchten. 

An diesem Mittwochmorgen wurde inmitten der Kinderbetten, Tische, Stühle, Spielsachen und neuen Rucksäcken – die auf ihren ersten Einsatz im neuen Schuljahr warteten – eines  deutlich: Das revolutionäre Kuba lässt kein einziges seiner Kinder im Stich.

Die imi Bildungsbereich Tätigen “haten nicht lange Ferien, das sie versucht haben, die Einrichtungen bestmöglich vorzubereiten” Photo: Estudios Revolución