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Foto: Zentrum für Molekularimmunologie

Ein neues Medikament, das von kubanischen Wissenschaftlern des Zentrums für Molekulare Immunologie (CIM) entwickelt wurde, soll im Rahmen von Forschungsarbeiten zur Erweiterung der therapeutischen Alternativen gegen Krebs an Patienten mit fortgeschrittenem Melanom getestet werden.
Laut Informationen, die am Montag auf der offiziellen Facebook-Seite des CIM veröffentlicht wurden, weist der therapeutische Kandidat mit der Bezeichnung 2C12 ähnliche Eigenschaften wie Pembrolizumab auf, eines der international eingesetzten Medikamente zur Stimulierung der Immunantwort gegen Tumorzellen.
Die Entwicklung dieser Alternative trägt dem Bedarf an zugänglichen Therapieoptionen Rechnung, angesichts der hohen Kosten bestimmter Krebsmedikamente auf dem internationalen Markt und der Schwierigkeiten Kubas beim Erwerb dieser Medikamente infolge der US-amerikanischen Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade.

In der ersten Phase konzentriert sich die klinische Studie auf Patienten mit fortgeschrittenem Melanom, also Hautkrebs, der nicht operativ behandelt werden kann oder sich auf andere Körperteile ausgebreitet hat.

Laut Angaben des CIM (Zentrum für medizinische Forschung) werden spezialisierte Ärzteteams aus Krankenhäusern in Havanna und Villa Clara an der Studie beteiligt sein. In Havanna nehmen das Nationale Institut für Onkologie und Radiobiologie und das Klinikum Hermanos Ameijeiras teil, in Villa Clara das Onkologische Universitätsklinikum Dr. Celestino Hernández Robau.

Interessierte und ihre Angehörigen können sich direkt an die Spezialisten der beteiligten Einrichtungen wenden, um Informationen zu den Teilnahmevoraussetzungen und -möglichkeiten zu erhalten. Die Entwicklung von 2C12 stellt einen neuen Ausdruck der Bemühungen der kubanischen Wissenschaft dar, eigene Alternativen zur Krebsbehandlung zu entwickeln und eine größere Souveränität im Bereich der Arzneimittel anzustreben.