
Die japanische Botschaft in Kuba und das Büro des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) auf der Insel unterzeichneten am Montag eine Vereinbarung zur Umsetzung des Projekts zur Verbesserung der Anlagen für erneuerbare Energien in den Krankenhäusern des Landes.
Die Initiative zielt darauf ab, die elektrische Infrastruktur der Krankenhäuser zu stärken, damit die medizinische Versorgung auch bei Stromausfällen aufrechterhalten werden kann.
Während der Zeremonie dankte der stellvertretende Gesundheitsminister Dr. Julio Guerra Izquierdo beiden Seiten für ihre Unterstützung und betonte dass man sich verpflichtet fühle, die bereitgestellten Mittel effizient zu nutzen. „Seien Sie versichert, dass diese so schnell wie möglich und verantwortungsbewusst zum Wohle der Bevölkerung eingesetzt werden, die darauf angewiesen ist. Vielen Dank für Ihre Unterstützung und dafür, dass Sie gezeigt haben, dass es gemeinsam möglich ist, Herausforderungen mit Hoffnung und Menschlichkeit zu begegnen“, erklärte er.
Der japanische Botschafter, Nakamura Kazuhito, erklärte seinerseits, dass sie die Kraftstofflage im Land – die dazu geführt hat, dass verschiedene Gesundheitsleistungen nicht erbracht werden konnten, mehr als 96.000 Operationen, die verschoben werden mussten, wovon auch etwa 11.000 Kinder betroffen sind– zutiefst bewegt habe. „Das hat uns dazu veranlasst, dem kubanischen Volk in dieser so schwierigen Zeit beizustehen“, erklärte er.
Er merkte an, dass dies das erste Mal sei, dass Japan mit dem UNDP zum Wohle des kubanischen Volkes zusammenarbeite. „Unser Ziel ist es, wichtige und sensible Bereiche verschiedener Gesundheitszentren mit Energie zu versorgen und so eine ununterbrochene und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung für die Kubaner zu gewährleisten“, erklärte er.
„Das Projekt, das wir heute offiziell starten, ist ein konkretes Beispiel für internationale Zusammenarbeit und die Solidarität des japanischen Volkes mit dem kubanischen Volk“, versicherte Nakamura Kazuhito.
Der UNDP-Vertreter in Kuba, Fernando Hiraldo del Castillo, betonte, dass die Installation von Anlagen für erneuerbare Energien die Kontinuität kritischer medizinischer Dienstleistungen stärken, die Anfälligkeit gegenüber Stromausfällen verringern und den Weg zu nachhaltigeren dezentralen Erzeugungsmodellen ebnen werde.
Er betonte, dass es nicht nur um Technologie gehe, sondern darum, sicherzustellen, dass das Gesundheitspersonal und die Patienten über angemessene Bedingungen verfügen, um Leben zu retten und eine qualitativ hochwertige Versorgung zu gewährleisten. Er versicherte, dass dieser erste Schritt nur der Anfang sei und dass in den ausgewählten Krankenhäusern technische Untersuchungen und Maßnahmen durchgeführt würden.
Er fügte hinzu, dass das UNDP bei der Umsetzung dieses Projekts mit den Ministerien für öffentliche Gesundheit, Außenhandel und Auslandsinvestitionen sowie Energie und Bergbau zusammenarbeite.
Hiraldo del Castillo hob hervor, dass diese Maßnahme Teil einer kontinuierlichen Unterstützung der Energiewende in Kuba sei, die technologische Lösungen in ländlichen Gebieten, Pilotprojekte für nachhaltige Mobilität, die Förderung von Bioenergie und die Entwicklung von Finanzierungsstrategien umfasse.
Abschließend bekräftigte er das Engagement des UNDP, auch im derzeitigen komplexen Kontext weiterhin den politischen Willen und die technischen Kapazitäten zu bündeln, um die am stärksten gefährdeten Menschen zu schützen und eine nachhaltige Entwicklung voranzutreiben.
Das Projekt zielt zudem darauf ab, die technischen und institutionellen Kapazitäten des Krankenhauspersonals und anderer nationaler Akteure zu stärken, die für den Betrieb, die Wartung und die Verwaltung dieser Technologie zuständig sind. Außerdem sollen skalierbare und reproduzierbare Modelle für erneuerbare Energien in der sozialen Infrastruktur gefördert werden, die mit den nationalen Prioritäten und Vorschriften im Einklang stehen.
Die Umsetzung des Projekts ist auf einen Zeitraum von zwei Jahren angelegt, um die technischen Bewertungen und die Systemplanung erfolgreich abzuschließen, die Ausrüstung zu beschaffen und zu installieren, Kapazitäten aufzubauen, die Inbetriebnahme durchzuführen und die Überwachung der Wirksamkeit der installierten Systeme sicherzustellen.
Krankenhäuser gehören zu den Einrichtungen, die am stärksten von Stromausfällen betroffen sind. Diese gefährden die Aufrechterhaltung kritischer medizinischer Dienstleistungen, den Betrieb lebensrettender Geräte sowie die Lagerung von Medikamenten und Impfstoffen. Es wird erwartet, dass durch die Installation von Anlagen für erneuerbare Energien in kubanischen Krankenhäusern 2,6 Millionen Patienten und 27.500 Beschäftigte im Gesundheitswesen davon profitieren werden.









