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Las Tunas.–Fast 60 Kilowatt erzeugt besagtes Unternehmen  (ABTT) in Las Tunas durch den Einsatz von Photovoltaikmodulen in den Fabriken, die für den Inlandsverbrauch und den Export bestimmt sind.
Seit mehreren Jahren ist die Nutzung erneuerbarer Energiequellen Teil der strategischen Planung des Unternehmens; es gelang sogar einige Anlagen anzuschaffen, doch die knappen Deviseneinnahmen bremsten damals diese Bestrebungen.
Aufgrund der instabilen Stromversorgung kam es in den Werkstätten häufig zu Arbeitsunterbrechungen, was sich entsprechend auf die Produktion auswirkte: Mehr als 400.000 Zigarren in exportfähiger Qualität und fast eineinhalb Millionen Einheiten, die für den Verkauf auf dem Binnenmarkt bestimmt waren, blieben ungenutzt. Der Einnahmeverlust belief sich auf über 26 Millionen Pesos pro Jahr.
Angesichts dieser schwierigen Lage beschloss die Unternehmensgruppe Tabacuba, die Umstellung der Energieversorgung in ihren Hauptprozessen in großem Maßstab voranzutreiben. In Las Tunas begann dies mit den Fabriken Vidal Navas und Maniabón in Puerto Padre, deren Aufgabe es ist, zum Export beizutragen.
Außerdem wurden Photovoltaikanlagen in einigen Werkstätten der Fabrik Enrique Casals in der Gemeinde Las Tunas installiert, in denen ebenfalls Tabakwaren für den Verkauf im Ausland hergestellt werden.
Nach dieser ersten Erfahrung nimmt die für den Inlandsmarkt bestimmte Fabrik „Lázaro Peña“ in Jobabo heute zwei Solaranlagen mit einer Leistung von jeweils sechs Kilowatt in Betrieb, um ihren Energiemix umzustellen und ihre hervorragenden Produktionsergebnisse aufrechtzuerhalten.
Laut Carlos Betancourt Almaguer, Entwicklungsleiter bei der ABTT, werden nach und nach weitere Photovoltaikanlagen in den übrigen Werkstätten dieser Stadt installiert. Er fügte hinzu, dass derzeit die Verträge für die übrigen Betriebe in der Provinz Las Tunas  ausgearbeitet werden, darunter ein Sortierzentrum und das Zentrallager.
Der Leiter erklärte, dass diese Verbesserungen eine Wiederherstellung der Produktion ermöglichen und dass sich das Arbeitsklima gewandelt habe, da die Arbeiter nun mit der Gewissheit zur Arbeit erscheinen, dass sie auch tatsächlich arbeiten können. Früher, wenn der Strom ausfiel, gingen sie nach Hause, was sich auf ihren Lohn auswirkte.
Im landwirtschaftlichen Bereich, so betonte er, wurde gemeinsam mit dem Unternehmen für Agrarprojekte und dem Landwirtschaftsministerium am Bau von 18 Gewächshäusern auf den Höfen von neun Produzenten gearbeitet, in denen ebenfalls Photovoltaikanlagen für die Bewässerung zum Einsatz kommen werden.
Dies werde die Aussaat zum optimalen Zeitpunkt gewährleisten, zu einer Verbesserung der Erträge beitragen und zudem dem gesamten Programm Sicherheit geben, schloss er.
Der Wandel in verschiedenen Bereichen des Tabaksektors könnte den Beginn einer Erholung der Wirtschaftstätigkeit in der Provinz markieren, in der die Produktion bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht.
Im Jahr 1993 wurde der Anbau wiederbelebt und verzeichnete ein rasantes Wachstum, wodurch die Region zu den besten des Landes gehörte, mit hervorragenden Ergebnissen im Jahr 2017, als 1.276 Tonnen Rohtabak geerntet wurden. Danach kam es jedoch zu einem deutlichen Rückgang, und derzeit werden kaum mehr als hundert Tonnen geerntet.