
Es lebe das Vaterland!
Es lebe das Vaterland!
Compañero Miguel Díaz-Canel Bermúdez, Erster Sekretär des Zentralkomitees der Partei und Präsident der Republik,
Kämpfer, die uns durch ihre Gegenwart ehren,
Heroisches kubanische Volk,
Compañeras und Compañeros:
Wieder einmal ruft uns Girón zusammen. Ein Girón, das nicht nur eine Schlacht war; es war der unumstößliche Wille des kubanischen Volkes, sich niemals einer imperialen Macht zu beugen. Hier, im April 1961, wurde die Entscheidung für die Freiheit mit Blut und Mut besiegelt – ein Sieg, der sowohl gegenwärtig als auch eine Verpflichtung für die Zukunft darstelt. Fünfundsechzig Jahre sind vergangen, seit auf genau diesem Sand Söldner im Dienste der mächtigsten Nation der Geschichte glaubten, die junge kubanische Revolution innerhalb weniger Stunden niederschlagen zu können. Sie kamen mit der irrigen und zum Scheitern verurteilten Vorstellung, ein gespaltenes Volk vorzufinden, das bereit sei sich zu ergeben. Sie irrten sich. Genau wie sie es auch heute tun, wollten sie auch damals unsere unmissverständliche Überzeugung von entweder Unabhängigkeit oder Tod nicht wahrhaben.
In weniger als 72 Stunden waren die Invasoren besiegt. Der Sieg am Strand von Girón war die perfekte Synthese zweier untrennbarer Kräfte: eines Volkes, das sich zu einer Miliz formiert hatte, und eines Anführers mit der Vision eines großen Strategen, der den Kampfeswillen zu verkörpern wusste. Rund 1200 Angreifer wurden gefangen genommen, nahezu die gesamte kampffähige Söldnertruppe, die tödlichen Verluste nicht mitgerechnet.
Girón war der Moment, in dem die Verteidigung unserer heiligen Erde mit einem gesellschaftlichen Projekt und einer kollektiven Identität verschmolz. Dieser außergewöhnliche Triumph ist ein dauerhaftes Bekenntnis zur nationalen Würde, ein Beweis dafür, dass Kuba bereit ist, jeder Aggression zu begegnen. In jenen glorreichen Tagen wurde die Einheit, aus der die Kommunistische Partei Kubas hervorging, besiegelt und hat Symbolkraft bekommen. Wie der Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz erklärte: „Wir haben diese Einheit durch einen langen Kampf erreicht, vor allem im Kampf gegen den Imperialismus.“ Diese Einheit wurde im Kampf und insbesondere in jenen Tagen am Strand von Girón geschmiedet.

Später bekräftigte er mit Blick auf das Wesen dieser Einheit im Kampf: „Die Partei entstand nicht durch einen Parteitag, sondern durch revolutionäre Praxis, sie wurde im Kampf geboren und in Schlachten wie der Invasion bei Girón geschmiedet.“
Von Beginn der Revolution an basierten die durchgeführten Reformen auf einer Politik der Gerechtigkeit und der ständigen Sorge um die Probleme der Bevölkerung. In den Monaten vor der Invasion wurde mit dem Agrarreformgesetz erstmals Land an seine rechtmäßigen Besitzer übertragen. Gesundheitsversorgung wurde für alle zum Recht, und die Alphabetisierungskampagne, die bedeutendste kulturelle Errungenschaft der Geschichte der Revolution, war – neben anderen, die damals ebenfalls in die Wege geleitet worden waren..
Dies ganze Werk n seiner Gesamtheit rief den Hass des Imperialismus hervor, der Monate, ja Jahre damit verbracht hatte, zu ergründen, wie er das gefährliche Beispiel, das diese Nation für seine Interessen darstellte, zerstören konnte. Sie kappten unsere Kreditlinien, schlossen die Tore zu den Ländern, von den wir hauptsächlich unser Öl importierten, entzogen uns unsere Zuckerquote, verhängten eine brutale Wirtschaftsblockade, organisierten Sabotageakte, Piraterie, konterrevolutionäre Banden und versuchten mehrfach, die Führung der Revolution zu ermorden. Sie versuchten alles, und sie scheiterten mit allem.
Compañeras und Compañeros:
Die gegenwärtigen Umstände unseres Alltags sind hart. Das wissen wir. Wir stehen vor wirtschaftlichen Schwierigkeiten, enormen Herausforderungen, Versorgungsengpässen und materiellen Einschränkungen, die größtenteils auf die Blockade zurückzuführen sind. Doch wir geben nicht auf vor diesen Herausforderungen, so unüberwindbar sie manchen auch erscheinen mögen; die Revolution bricht nicht zusammen und wird niemals zusammenbrechen. Das bekräftigten mehr als 50.000 Kubaner bei der patriotischen Veranstaltung am 16. April anlässlich des 65. Jahrestag der Verkündung des sozialistischen Charakters der Revolution, bei der zu einer nationalen und internationalen Bewegung aufgerufen wurde, um die Wahrheit Kubas in alle Welt zu tragen.
Wir wissen, dass der Feind seine finsteren Pläne nicht aufgibt. Die Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade hat sich verschärft und ist nun zu einer unmenschlichen Energieblockade geworden, die uns zu ersticken droht. Medienkampagnen, Desinformation, diplomatischer Druck, Drohungen, Sanktionen – dieses ganze Arsenal wird heute mit derselben Heftigkeit und Frustration gegen uns eingesetzt wie vor über sechs Jahrzehnten.
Wie damals sind heute Einigkeit und Standhaftigkeit die unerschütterlichen Säulen unseres Handelns. Die Dringlichkeit, Kuba zu verteidigen und unsere Überzeugungen zu stärken, ist deutlicher denn je. Dies ist der Kern der Erklärung der Revolutionsregierung „Girón ist heute und für immer“, die am Freitag in der Zeitung Granma veröffentlicht wurde und die Worte des Ersten Sekretärs des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas unterstützt.
Und dies ist auch das kollektive Gefühl der gemeinsamen Ablehnung der Bedrohungen und der Verteidigung unserer Souveränität, die in dem Appell der Organisationen der kubanischen revolutionären Zivilgesellschaft unmissverständlich zum Ausdruck kommt. Gemeinsam mit der Kubanischen Vereinigung für die Vereinten Nationen haben sie ihre Stimme erhoben, damit Solidarität, Gerechtigkeitssinn und die Gründe für Kubas Existenz in der ganzen Welt Verbreitung finden.

Im Gedenken an das Vermächtnis der Kämpfer von Girón rufen wir Sie auf, ab heute und in den kommenden Tagen Ihre Unterschrift zur Unterstützung dieses Aufrufs zu leisten, der ein unmissverständliches Zeichen der Ablehnung des Völkermords ist, den die Blockade darstellt, und Ausdruck des tiefen Wunsches unseres Volkes ist, eine prosperierende Zukunft aufzubauen und in Frieden zu leben.
„Meine Unterschrift für das Vaterland“, wie dieser demokratische, revolutionäre und legitime Akt genannt wurde, ist zugleich eine Verpflichtung gegenüber den Kubanern, die an diesen Stränden für Unabhängigkeit, Souveränität und Sozialismus gefallen sind.
Wir bleiben standhaft in unserem Kampf. Im Jahr des hundertsten Geburtstags des Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz bekräftigen wir, dass die Revolution nicht verhandelbar ist. Wie der Erste Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas und Präsident der Republik, Miguel Díaz-Canel Bermúdez, bei der Trauerfeier für die in der Bolivarischen Republik Venezuela gefallenen Helden erklärte: „Hier sind wir, nicht nur einer, sondern Millionen von uns, die das Werk von Fidel, Raúl und ihrer heldenhaften Generation fortführen. Sie müssten Millionen entführen oder uns von der Landkarte tilgen, und selbst dann würde sie der Geist dieses kleinen Archipels, den sie zermalmen mussten, weil sie ihn nicht unterwerfen konnten, für immer verfolgen.“
Heute gedenken wir der Gefallenen, jener Landsleute, viele von ihnen sehr jung, die ihr Leben für die Revolution und den Sozialismus, also für die Verteidigung des Vaterlandes, gaben. Ihr Opfer war nicht umsonst, denn wie Armeegeneral Raúl Castro Ruz, der Führer der Kubanischen Revolution, am 1. Mai 1961 erklärte: „Dank dieses Sieges, errungen mit dem Blut des Volkes und der Helden, bleiben die Souveränität, die Unabhängigkeit und die Freiheit des Vaterlandes unversehrt, ja sogar gestärkt.“
Wir gedenken auch der unschuldigen Opfer, die die Wut des Invasors am eigenen Leib erfahren mussten. Heute ist auch Nemesia bei uns, die diesen Albtraum durchlebte; ihre Träume, ihre ersten, lang ersehnten kleinen weißen Schuhe, Symbole eines würdevollen Lebens, das gerade erst begonnen hatte, wurden von feindlichen Granatsplittern zerstört. So grausam ist die Natur von Hass und Gewalt, wenn Aggression der einzige Ausweg gegen jene ist, die sich weigern, zu kapitulieren. Das bedeutet einen Krieg, den wir nicht wollen, aber wenn er eintritt, werden wir ihm mit der unerschütterlichen Überzeugung eines Volkes begegnen, das sich gegen den Aggressor in ein riesiges Wespennest verwandelt.
Wir bekräftigen unser Engagement, die Arbeit fortzusetzen, die die Kubanische Revolution seit jeher geprägt hat und die auch heute noch hier sichtbar ist, wie der Älteste und der Lehrer es ausdrückten – an einem Ort, der viele Jahre lang völlig vergessen war und unter den bürgerlichen Regierungen im tiefsten Elend versank. Erinnern wir uns daran, dass Fidel im Dezember 1959 hierher kam, um mit den Köhlern zusammen zu essen.
Diese Arbeit wird trotz der heutigen Herausforderungen fortgesetzt: das Bildungsnetz, die grundlegende Gesundheitsversorgung, die sich in der Null-Säuglings- und Müttersterblichkeitsrate widerspiegelt. Darüber hinaus wurden weitere lebenswichtige Dienstleistungen durch die Installation erneuerbarer Energiequellen unterstützt, um diese Hilfe auf alle Gemeinden des Landes auszuweiten.
Wir sind dankbar für die immense Solidarität unserer Schwesternationen, die uns nicht im Stich gelassen haben. Kuba leistet Widerstand und gibt nicht auf. Wir tragen die würdevolle Unterstützung all jener in uns, die weltweit die Bedeutung von Souveränität verstehen und überzeugt sind, dass, wie José Martí es ausdrückte,dass jeder, der sich heute mit Kuba erhebt, sich für alle Zeiten erheben wird.

Kuba steht nicht allein. Dies beweisen die kürzlich eingetroffenen Teilnehmer des Nuestra América-Konvois, die internationalen Solidaritätsbewegungen, die ihre Unterstützung für unsere Revolution zum Ausdruck bringen, und die Teilnehmer des 5. Internationalen Kolloquiums Patria, dessen internationale Delegierte hier vertreten sind. Ihnen gilt nochmals unser herzlicher Dank!
Landsleute:
Girón war nicht einfach nur eine weitere Schlacht, wie Fidel Castro sagte. „Es war die erste große Niederlage des Imperialismus in Amerika, und das machte sie zu einem Symbol.“
Girón ist auch heute noch ein Symbol, denn der Sieg wird jeden Tag aufs Neue errungen: im Kampf für das Vaterland, im Bemühen, die komplexe Stromversorgungslage zu bewältigen, im Ausbau erneuerbarer Energien, in der Lebensmittelproduktion, in der Verbesserung der Servicequalität und im Kampf gegen Spekulationspreise, Disziplinlosigkeit, Rechtsverstöße und Korruption.
Der heutige Kampf dient der Überwindung von Schwierigkeiten, der schrittweisen Erholung der Wirtschaft und der Perfektionierung des kubanischen Sozialismus. Und diesen Kampf werden wir, wie die Invasion in der Schweinebucht, in Girón mit Einigkeit, Bewusstsein, Kreativität und harter Arbeit gewinnen.
Kuba wünscht sich Frieden und fördert ihn, aber es kennt keine Angst. Ich wiederhole: Kuba wünscht sich Frieden und fördert ihn, aber es kennt keine Angst!
Wir werden nicht zögern, unser Leben zu riskieren und es, wenn nötig, für das Vaterland, die erkämpfte Würde, Souveränität, Unabhängigkeit und den Sozialismus zu opfern.
Die junge Revolution, die die Imperialisten 1961 zu vernichten suchten, befürwortete keinen Krieg und stellte keine Bedrohung für das Volk der USA dar. Dennoch wurde sie angegriffen, verteidigte sich und siegte. Auch heute stellt die solide und humanistische Revolution keine Bedrohung für die Vereinigten Staaten dar und will keinen Krieg. Doch wie damals werden wir uns verteidigen können, überzeugt, dass wir erneut siegen werden. Angesichts jeglicher Aggression, wie in Girón, Wir werden siegen!
Fidel lebe für immer!
Es lebe Raúl!
Es lebe die Kubanische Revolution!
¡Viva Cuba libre!
¡Socialismo o Muerte!
¡Patria o Muerte!
¡Venceremos!








