OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Ricardo López Hevia

Kuba lebt unter der ständigen Belagerung durch die US-Regierung, deren Drohungen sich in den letzten Monaten verschärft haben. Zu der seit sechs Jahrzehnten bestehenden, völkermörderischen Blockadepolitik und der brutalen Energieblockade kommen jetzt noch Erklärungen von Vertretern der US-Regierungselite über Absichten einer militärischen Aggression hinzu.
 Die materiellen und menschlichen Kosten dieser Blockade sind eine Schande für die Regierung des größten Imperiums aller Zeiten. Es handelt sich um einen illegalen und unmenschlichen Akt, einen Verstoß gegen das Völkerrecht, der jedes Jahr von fast allen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen verurteilt wird und, wie jüngste Umfragen bestätigen, von der Mehrheit der Bevölkerung auch im  Heimatland Lincolns abgelehnt wird.
Angesichts dieser kollektiven Bestrafung liefert das kubanische Volk die edelsten und bewundernswertesten Beispiele des Widerstands. Seit am 29. Januar seine Strangulierung in Form einer Exekutivverordnung angeordnet wurde, ist die Reaktion dieses Volkes, das weiterhin mit den Herausforderungen des Mangels in allen Bereichen des täglichen Lebens zu kämpfen hat, noch stoischer geworden.
 Inmitten dieser akuten Notlage wird gleichzeitig ein Netz der Verleumdung gesponnen, um Kuba und seine Regierung zu diskreditieren. Die herrschende Medienmaschinerie führt einen unfairen Krieg gegen uns, der von Übertreibungen, Lügen und Herabwürdigungen durchzogen ist. Dabei wird die wahre Ursache der Situation nie benannt, sondern die Revolutionsregierung für die Krise verantwortlich gemacht, die von unseren Angreifern kaltblütig und vorsätzlich provoziert wird. Sie greifen zu solch verlogenen Vorwänden, wie der Behauptung, unser Land stelle eine ungewöhnliche und außerordentliche Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA dar, oder Kuba sei angeblich ein Staat der den Terrorismus unterstützt.

So offenbart sich die Heuchelei des Henkers, dessen Absichten bereits im Memorandum des damaligen Staatssekretärs im US-Außenministerium  Lester Mallory vom 6. April 1960, mitten in den Anfängen des Revolutionsprozesses dargelegt sind. Darin macht er die wahre Bedeutung seiner verbrecherischen Politik offen deutlich: …alle möglichen Mittel einzusetzen, um das Wirtschaftsleben Kubas rasch zu schwächen. (…) Ein Vorgehen, das, wenn es so geschickt und diskret wie möglich angewandt wird, die größten Fortschritte bei der Entziehung von Geld und Gütern für Kuba erzielt, um dessen Finanzressourcen und Reallöhne zu senken, Hunger und Verzweiflung hervorzurufen und den Sturz der Regierung herbeizuführen. 

Diese Schikanen erstrecken sich auch auf Kubas bilaterale Beziehungen zu anderen Ländern. Die Vereinigten Staaten üben ständigen Druck auf die Regierungen der Region aus, nicht nur damit diese ihre  diplomatischen Beziehungen zur Insel abzubrechen, sondern auch dass sie die eigene Bevölkerung im Stich zu lassen und Fachkräfte des Gesundheitswesens ausweisen, das jahrelang ein Hoffnungsschimmer für die Ärmsten gewesen ist.


Auch uns zu isolieren ist Teil ihrer Strategie; doch es gibt überall auf der Welt Säulen der Würde, Völker und Regierungen, die sich nicht unterkriegen lassen. Da sind die Beispiele Mexikos, Russlands, Chinas, Vietnams und anderer befreundeter Nationen. Da sind die Teilnehmer des „Unser Amerika“-Konvois, die, trotz Drohungen, Druck und Risiken, in einer symbolischen Geste beschlossen, uns ihre Unterstützung anzubieten, die über materielle Hilfe hinausgeht. Sie bekräftigen damit Martís Maxime: „Wer sich heute mit Kuba erhebt, erhebt sich für alle Zeiten.“ 
Als Erben eines historischen Vermächtnisses, mit dem Blut der kubanischen Unabhängigkeitskämpfer und Rebellen in unseren Adern, die das Beispiel und den Mut der Helden und Märtyrer des Vaterlandes ehren, wie die 32 tapferen kubanischen Kämpfer, die in Venezuela fielen, und die jungen Menschen, die die terroristische Infiltration in Villa Clara vereitelten, bekräftigen wir heute, dass Kuba niemals eine Trophäe sein wird, und auch kein weiterer Stern im Sternbild der Vereinigten Staaten.
Wir sind eine Nation mit einer großen Geschichte und Überzeugungen, die es zu verteidigen gilt; eine Nation friedliebender, solidarischer Männer und Frauen, ein Volk, das durch sein tägliches Handeln Kuba verteidigt und das, wie vor 65 Jahren am Strand von Playa Girón unter dem Ruf „Vaterland oder Tod!“, den Sieg bei der Verteidigung der Souveränität und des Sozialismus erringen wird. 
Im hundertsten Jahr der Geburt des Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz, des Architekten der ersten großen Niederlage des US-Imperialismus in Amerika, mit dem Privileg, dass General Raúl Castro Ruz fest an der Seite seines Volkes steht und den Kampf mit einem Bein fest im Steigbügel fortsetzt, bekräftigen wir  den Aufruf zur nationalen und internationalen Mobilisierung der am 16. April vom Ersten Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas und Präsidenten der Republik, Miguel Díaz-Canel Bermúdez, ausgesprochen wurde, und wiederholen seine Worte: 
„Solange es eine Frau oder einen Mann gibt, die bereit sind, ihr Leben für die Revolution zu geben, werden wir siegen!“ 
Der sozialistische Charakter unserer Revolution ist keine Phrase der Vergangenheit, sondern der Schild der Gegenwart und die Garantie für die Zukunft! 
Girón ist heute und wird immer sein!“