Die zweite Gruppe kubanischer Ärzte aus Jamaika – die erste war Stunden zuvor in Santiago de Cuba eingetroffen – landete am Donnerstag aif dem internationalen Flughafen José Martí in Havanna. Zuvor hatte die jamaikanische Regierung unter Druck der USA das bilaterale Gesundheitsabkommen gekündigt.
Die Ärzte wurden dort von Vizepremierminister Eduardo Martínez Díaz, dem Minister für Soziales Rolando Yero Travieso, dem Gesundheitsminister José Angel Portal Miranda und weiteren führenden Vertretern des Gesundheitswesens empfangen. Laut kubanischem Außenministerium beendet diese Entscheidung der Regierung Jamaikas eine jahrzehntelange, erfolgreiche Zusammenarbeit.
Die Erste Vize-Gesundheitsministerin, Tania Margarita Cruz Hernández, sagte in ihrer Begrüßungsrede: „Die Menschen werden nicht vergessen, dass Sie als Erste an Orte kamen, an denen noch nie ein Arzt gewesen war.“
Sie fügte hinzu, diese Entscheidung beraube ein Volk, mit dem Kuba freundschaftliche Bande pflege, grundlegender Gesundheitsversorgung.
Kürzlich berichtete das kubanische Außenministerium, dass das jamaikanische Außenministerium die kubanische Botschaft in Jamaika am 4. März über die einseitige Entscheidung seiner Regierung informiert habe, das Gesundheitskooperationsabkommen zu beenden. Daraufhin beschloss Kuba, die Rückkehr der 277 Fachkräfte der Brigade zu veranlassen.
Die Arbeit Kubas in Jamaika ist ein Paradebeispiel für echte Zusammenarbeit. Allein in den letzten 30 Jahren leisteten über 4.700 kubanische Helfer medizinische Hilfe auf der Karibikinsel. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit sprechen für sich:
– Mehr als 8.176.000 behandelte Patienten.
– 74.302 durchgeführte Operationen.
– 7.170 Geburten begleitet.
– Mehr als 90.000 gerettete Leben.
Darüber hinaus konnte durch das seit 2010 in Jamaika laufende Programm „Operation Milagros“ das Sehvermögen von rund 25.000 Jamaikanern wiederhergestellt oder verbessert werden.








