OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Foto: Juvenal Balán

Der Erste Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas und Präsident der Republik, Miguel Mario Díaz-Canel Bermúdez, bekräftigte seine Verurteilung von Akten des Vandalismus, die sich gesellschaftliche Institutionen richten.

 In diesem Zusammenhang erklärte er in den sozialen Medien: „Die Unzufriedenheit unserer Bevölkerung über die anhaltenden Stromausfälle infolge der US-Energieblockade, die sich in den letzten Monaten auf grausame Weise verschärft hat, ist verständlich.

Und die Beschwerden und Forderungen sind legitim, sofern sie mit Anstand und unter Achtung der öffentlichen Ordnung geäußert werden.

 Was jedoch niemals verständlich, gerechtfertigt oder akzeptabel sein wird, ist Gewalt und Vandalismus, die die öffentliche Ruhe und die Sicherheit unserer Bürger und unserer Institutionen gefährden.“

Vandalismus und Gewalt werden nicht ungestraft bleiben.“

  Im selben sozialen Netzwerk erklärte Roberto Morales Ojeda, Organisationssekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas, dass die durch die Energieblockade der US-Regierung verschärfte Treibstoffknappheit den Betrieb des nationalen Stromnetzes zusätzlich erschwert und folglich zu vermehrten Stromausfällen geführt habe. „Die Frustration, die diese Situation in der Bevölkerung auslöst, ist verständlich, doch Gewalt, Vandalismus und Unruhen sind inakzeptabel und erst recht kein Mittel zur Lösung des Problems. In Kuba werden Rechtsstaatlichkeit, Respekt vor den Institutionen und bürgerliche Verantwortung Vorrang haben.“ Bezüglich der jüngsten Vorfälle dieser Art teilte das Innenministerium heute mit, dass  die in Morón verübten Vandalismusakte untersucht würden.

Ein einer in Facebook veröffentlichen Mitteilung wird berichtet, dass am Samstag um Mitternacht eine Gruppe von Menschen, hauptsächlich Bewohner des Viertels El Vaquerito, durch die Straßen von Morón im Norden der Provinz Ciego de Ávila zog, um vor allem gegen die unzureichende Stromversorgung und die mangelnde Lebensmittelversorgung zu protestieren.

 Was friedlich begann und nach einem kurzen Wortwechsel mit den örtlichen Behörden eskalierte, führte zu Angriffen auf den Sitz der Partei in der Gemeinde. Eine kleinere Gruppe bewarf den Eingang des Gebäudes mit Steinen und setzte auf der Straße  Möbel aus dem Empfangsbereich in Brand.

Vorläufigen Berichten zufolge, die auf Beiträgen in sozialen Medien basieren, wurden auch andere Einrichtungen, darunter eine Apotheke und eine Filiale von Tiendas Caribe, betroffen.

 Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels befanden sich fünf Personen in Gewahrsam. Eine weitere Person, die im alkoholisierten Zustand gestürzt war, wurde im Roberto-Rodríguez-Krankenhaus behandelt.

 Spezialeinheiten des Innenministeriums führen weiterhin Ermittlungen durch, um den Hergang des Vorfalls aufzuklären und die Bevölkerung wird darüber weiter informiert werden.