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Kommandant Raúl Castro im Jahr 1959 beim Rundgang durch die II. Frente Oriental Frank País  Photo: Granma-Archiv

ZWEITE FRONT, Santiago de Cuba – Auf demselben Pfad zum Micara Hügel, den die Kolonne von Kommandant Raúl Castro Ruz vor 68 Jahren auf Befehl Fidels zur Gründung der Zweiten Front Frank einschlug, wiegen die Palmen sich im Wind – Symbol für den aus erfahrenen Kämpfern bestehenden Kern der Guerilla. 
Die Front, organisiert in Kolonnen und Kompanien und mit der eigenen Luftwaffe ausgestattet, gewährte dem Feind in den 12.000 Quadratkilometern ihres Gebiets, den heutigen Provinzen Santiago de Cuba, Guantánamo und Holguín, keine Gnade. In neun Monaten und 22 Tagen Feldzug führte sie über 250 Gefechte, eroberte 31 Kasernen und befreite Städte und Ortschaften.
 Mitten im Krieg gründete Kommandant Raúl, gerade einmal 27 Jahre alt, dort die Abteilungen für Justiz, Gesundheitswesen, öffentliche Arbeiten, Finanzen, Bildung, Propaganda und Inspektion sowie die Agrar- und Arbeitsbehörden. Er organisierte außerdem 20 Krankenhäuser und Sanitätsstationen und rund 400 Schulen und sorgte so für weitere Wohltaten für die dort in der gebirgigen Gegend lebte. 
„Wir sind jetzt wie ein kleiner Revolutionsstaat im Staate“, sagte Raúl über diese Erfahrung, die Fidel als „Vorbild für Organisation, Verwaltung und Ordnung“ bezeichnete.
Die Teilnahme der Frauen, die sich der Guerillagruppe in riskanten Missionen anschlossen, wird unvergessen bleiben. Unter ihnen wurden die Heldinnen der Sierra und der Ebene, Vilma Espín Guillois und Asela de los Santos Tamayo, zu Symbolfiguren.
 Der Sieg der Revolution setzte die Transformation in dieser schwierigen Region fort, und ihre Bezirksauptstadt, die den Namen Segundo Frente (Zweite Front) trägt, verfügt über eine umfassende sozioökonomische Infrastruktur und moderne Gebäude. 
Am Mausoleum am Fuße der Mícara-Hügel gedenken die Kubaner regelmäßig der Heldentaten, die zum Sieg der Revolution beitrugen, und verehren die Helden und Märtyrer, die dafür ihr Leben gaben.